Mary’s alter Camaro …

… braucht noch eine ganze Menge Arbeit, aber fahren tut er. Und Dank des amerikanischen „Minimal-TÜVs“ [heißt hierzulande „inspection“ und ist jährlich fällig] dürfen wir ihn auch fahren. Der Wagen ist Baujahr 68 und hat eine ganze Zeit – ca. 20 Jahre – unbenutzt in einem Schuppen gestanden, leider mit dem Heck doch sehr Wind und Wetter ausgesetzt. Sieht man ganz deutlich am Heck, dass da viel Rost war, was ich ganz provisorisch mit Glasfasermatten ausgebessert habe. Viel Mühe habe ich mir da -offen gestanden – nicht gegeben, weil ich glaube, dass einfach der gesamnte Kofferraumdeckel ersetzt werden muss. Da ist so viel Rost, an den man gar nicht kommt, dass entrosten und neu lackieren absolut nichts bringen würde. Und auch sonst müsste die Karosserie total überarbeitet werden, einschließlich neuer Fenster – die Frontscheibe ist undicht. Und auch im Innenraum, angefangen bei den Sitzen bis hin zum Dachhimmel, ist fast Alles erneuerungsbedürftig. Und dann ist da noch die Technik: was zunächst einmal ansteht, ist das Lenkgetriebe. Da ist enorm viel Spiel drin und es muss dringend erneuert werden, denn so ist es ein Sicherheitsrisiko. Aber insgesamt wollen wir wirklich sehen, dass wir die Kiste so langsam aber sicher wieder in Schuss kriegen, denn einerseits ist es ganz gut, schon einmal einen zweiten Wagen zu haben, und andererseits ist es, als Mary’s allererstes Auto, natürlich auch ein Erinnerungsstück. Es ist schon interessant, dass der Wagen ca. 20 Jahre nicht benutzt worden ist, und dann so ganz einfach, mit einer neuen Batterie versehen, ansprang.

Apropos „amerikanischer TÜV„: die sogenannte Untersuchung ist mit unserem TÜV nun wirklich nicht zu vergleichen. Es wird praktisch nur überprüft, dass Lichter und Blinker sowie die Bremsen funktionieren. Bei den Bremsen heißt das, man muss den Wagen damit abwürgen können. Ob sie gleichmäßig ziehen, wird überhauptnicht geprüft. Und bei den Lichtern geht es einzig und allein darum, ob sie brennen, Ob die Scheinwerfer richtig eingestellt sind oder ob sie blenden, wird wieder nicht geprüft. Und so ist es dann kein Wunder, dass hierzulande viele Rostlauben herumfahren, die bei uns in Deutschland längst auf dem Schrottplatz gelandet wären.

camaro

Camaro

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6 Gedanken zu „Mary’s alter Camaro …

  1. Wie schon erwähnt, ich würde den auch nicht hergeben.

    Dass die „Inspection“ in den USA nicht so streng ist, hab ich mir schon gedacht, wenn man mal gesehen hat, was da bei Euch noch so herumfährt. 🙂 So vieles wäre diesbezüglich auch bei uns in Österreich nicht möglich. Aber ein bisschen mehr Überprüfung auf Sicherheit wäre sicher nicht schlecht.

    Apropos: was uns gleich von Anfang an auf den Highways aufgefallen war, dass so viele Reifenteile herumlagen. Kommen denn Reifenplatzer so oft vor? Das war ja zeitweise direkt unheimlich. 🙂

    lg Gabi

    • Hallo Gabi,
      warum hier in den USA so viele Reifenteile auf den Highways herumliegen, weiß ich nicht. Mir ist es aber auch aufgefallen, dass das wesentlich mehr ist als bei uns in Deutschland. Ob die höheren geschwindigkeit der LKWs etwas damit zu tun hat? Aber wie gesagt: keine Ahnung.
      LG,
      Pit

  2. „…und dann so ganz einfach, mit einer neuen Batterie versehen, ansprang.“ so ist das mit einfacher technik. die laeuft und laeuft und laeuft 🙂
    und nie verkaufen!!! es gibt noch alles für das gute stueck.

    lg Brian

    • ach und zum thema TÜV. es ist von der sache her nichts gg eine technische überprüfung zu sagen. alles muss funktionieren – punkt. mit welcher pingeligkeit das jedoch in D betrieben wird, läßt einen manchmal zur weißglut bringen und grenzt nicht selten an willkür. was ist gegen alte autos zu sagen? nix, denn die sparen am schluß wirklich ressourcen ein weil dafür kein neues auto produziert werden muß so lange das alte fährt.(kommt mir jetzt keiner mit hohem spritverbrauch bei alten autos). diese ganze abwrakprämien-geschichte hierzulande war unter dem deckmantel der ökologischen sinnhaftigkeit doch nur ein von uns finanziertes geldgeschenk an die automobilindustrie. ach ich rege mich schon wieder auf 😦

      • Hi Brian,
        was den TÜV angeht, so gebe ich zu, dass die manchmal zu pingelig sind. Aber ganz so lax wie hierzulande sollte es auch nicht sein. Es stört mich doch schon sehr, wenn z.B. des nachts entgegenkommende Fahrzeuge mich blenden, weil die Scheinwerfer absolut falsch justiert sind. Und das wird z.B. weder in der Werkstatt bei einem „check-up“ noch bei der „inspection“ überprüft. Ich habe noch nie irgendwo auch nur die entsprechenden Geräte gesehen – was heißen will, selbst wenn ich es machen lassen wollte, so kann die Werkstatt es einfach nicht mangels der entsprechenden Geräte. Und dass, wie – zugegeben auch bei unserem alten Camaro – die Bremsen schief ziehen, dürfte ja eigentlich auch nicht durchgehen. Eine Rollenprüfstand für Bremsen habe ich auch noch nirgendwo gesehen. Und was die Abwrackprämie angeht: ich stimme Dir zu. Aber nicht aufregen! 😉 Und die gab’s – unter dem Stichwort „cash for clunkers“ hier auch. Und es war der gleiche Unsinn.
        Dann bis demnächst, und viele Grüße aus dem südlichen Texas,
        Pit

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