Stinktier in der Garage

Letzte Nacht wollten Buster und Sally so gegen 2 Uhr morgens mal „austreten“ und ich habe sie nach draußen gelassen. Und kaum dass ich wieder im Bett lag, war mir, als ob ein Stinktier draußen vorbeischleichen würden – jedenfalls kam mir da so ein gewisser Duft unter die Nase. Ganz leicht kriegt man diesen ganz besonderen Duft nämlich sogar im Haus mit. Und als ich dann auch noch beide Hunde anschlagen hörte, wie sie es tun, wenn da ein fremdes Tier im Garten ist, da schwante mir schon Böses. Sally kam nach einiger Zeit wieder rein, ohne das ihr etwas anzuriechen war, aber als ich heute Morgen in Buster’s Nähe kam, war es unverkennbar, dass er sich mal wieder mit einem Stinktier angelegt hatte. Gott sei Dank hat ihn der Strahl aber wohl nicht voll getroffen, denn im Gegensatz zu früher ist es auszuhalten, und ich habe ihn sogar ins Haus gelassen. Er muss den Skunk übrigens in der Garage gestellt haben, denn auch da ist der Duft unverkennbar. Wo genau der Skunk da hingespritzt hat, weiß ich allerdings nicht. Und ich werde es auch nicht genau herausfinden wollen. Es wird meiner Erfahrung nach so etwa 14 Tage dauern, bis dieser moschusartige Geruch von selbst wieder verschwindet.

Frühere Berichte über Buster’s „unheimliche Begegnungen einer anderen Art“ finden sich hier und hier.

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Neue Garage: es geht weiter

Nachdem einer der Bauarbeiter schon gestern [am hochheiligen Sonntag – aber so eng sieht man das hier nicht: hier wird viel, auch bei öffentlichen Projekten, sonntags gearbeitet] hier war und gearbeitet hat [das Füllmaterial verteilt und angefangen, das Gebäude einzumessen], ging es dann heute richtig zur Sache. Wir bekamen jede Menge Bauholz geliefert, denn das Innengerüst der Garage wird aus Holz und nicht aus Metall [richtig mauern tut man hier in Amerika ja ohnehin so gut wie nie], plus die Armiereisen für den Betonboden [Was mich erstaunt, sind die Preise für ganz einfachen Betonguss hier: der Betonboden alleine macht ein Viertel des Gesamtpreises aus!]

wood delivery

Holzanlieferung

Es wundert mich immer wieder, dass diese LKWs bei uns durch die Einfahrt an der Straße passen und dass unser „cattle guard“ diese Gewichte aushält. Hier übrigens mal ein (etwas älteres) Bild der Einfahrt:

yuccas

Die Einfahrt zu unserem Grundstück - mit blühenden Yuccas

Und so ein Gerät würde ich auch gerne einmal fahren:

wood

Holzanlieferung

Und dann haben die Jungs hier [es sind übrigens nur zwei] weiter Platz geschafft [leider musste unser schöner alter Zaun zum Teil weichen], das Füllmaterial verteilt, das Gebäude fertig eingemessen und angefangen, die Löcher für die Fundamente der Eckpfeiler auszuheben. Das geht, wenn man das richtige Gerät dafür hat, ganz einfach – siehe hier:

bobcat w/ post hole drill

Der "Bobcat" mit dem Vorsatz, um Löcher zu bohren

Auch das wäre ein Spielzeug für mich.

Und so sah es dann am Ende des heutigen Tages aus:

Baustelle

Eingemessen und - zum Teil - Füllmaterial planiert

 

Kaminfeuer

Heute Abend habe ich zum ersten Mal ein Feuer im Kamin im Wohnzimmer gemacht, und jetzt ist es richtig gemütlich: warm, aber nicht zu sehr, das brennende Holz knistert leise und die Flammen spielen im Kamin.

Ich packe hier mal ein Foto rein, auch wenn’s sehr verwackelt ist, bei der langen Belichtungszeit aus den freien Hand. Demnächt probiere ich mal eins mit Stativ und wechsle es dann aus.

fireplace

Feuer im Kamin: urgemütlich

 

Durchgang der Kaltfront und Sonnenuntergang

Gestern am frühen Abend, so gegen 17:30, war ich draußen, um ein wenig Pflanzen zu wässern. Und das war genau der Zeitpunkt, zu dem die Kaltfront durchging. Als ich nach draußen kam, war es noch einigermaßen warm – für diese Tages- und Jahreszeit – und der Wind kam noch aus Süden, wenn auch nicht mehr ganz so stark wie vorher. Und dann, innerhalb von vielleicht 10 bis 15 Minuten, drehte der Wind auf Nord und nahm erheblich zu, mit teils kräftigen Böen, und die Temperatur sank rapide. Und das Ganze war mit einem wunderbaren Sonnenuntergang verbunden. Hier einmal zwei Aufnahmen:

sunset & coldfront

Die Kaltfront geht durch und die Sonne geht unter

Das war so gegen 17:40.

Und so sah es ein paar Minuten später aus:

sunset

Sonnenuntergang

Leider sind die Äste und Zweige des Baums etwas verwischt, aber das ließ sich – bei dem kräftigen und böigen Wind – nun einmal nicht vermeiden. Trotzdem finde ich es beeindruckend.

In der Nacht gingen die Temperaturen, verbunden mit einem kärftigen Nordwind, dann noch weiter in den Keller. Ich glaube allerdings nicht, was wir hier, wie die Vorhersage war, wegen des auskühlenden Winds unter den Gefrierpunkt gekommen sind. Die „normale“ Temperatur war mit 4 Grad Celsius angekündigt, und der „wind chill“ Faktor sollte diese Temperatur um etwa weitere 5 Grad absenken. Aber wie gesagt, so kalt ist es nicht geworden, denn draußen auf den Wassernäpfen war kein Eis. Aber nächste Nacht könnte sich das ändern. Jetzt kommt die kalte, ursprünglich arktische Luftmasse ja erst richtig an, und dazu ist es absolut sternenklar, was die Auskühlung [„radiational cooling„] sehr begünstigt. Da könnte es dann den ersten – leichten – Frost dieser Saison geben.

Aber schon am Samstag soll der Wind wieder auf Süden drehen, und dann bringt er wieder wärmere Luft mit sich.

 

Neue Garage: Anlieferung des Füllmaterials

Heute kam dann, mit ziemlicher Verspätung, die erste Fuhre des Füllmaterials an. Urspünglich war die Lieferung für zwischen 9 und 10 Uhr angekündigt, aber schon kurz nach 8 rief der Bauunternehmer an, sein Transportunternehmen habe Probleme mit einem LKW und das Licht müsse erst repariert werden und daher könne es 1 Uhr werden, ehe sie kommen könnten. Und als es dann drei Uhr wurde und sich nichts tat, habe ich angerufen und bekam kurz danach die Mitteilung, man könne den Transportunternehmer nicht erreichen. Und gegen 4 nachmittags kam dann ein weiterer Anruf, der Transportunternehmer sei auf dem Weg, und zwar schon im Nachbarort Hobson. Das kann zwar nicht ganz gestimmt haben, denn dann hätte er in ca. 5 Minuten hier sein müssen, aber gegen 16:30 war er dann hier.

Und das hier ist der LKW:

delivery truck

Dieser LKW hat uns die erste Fuhre Füllmaterial geliefert

Ist schon ein ziemlicher Brocken, oder? Ich muss einmal nachfragen, wie schwer er ist. Auf jeden Fall, er hat sowohl durch unsere Einfahrt am Highway gepasst als auch das „cattle guard“ nicht zu Einsturz gebracht. Was ich bei dieser Art Truck immer wieder finde, sie sehen irgendwie „jestuckt“ aus, wie man im Rheinland sagen würde, oder, auf Hochdeutsch, „gedrungen“ und sehr wuchtig.

Und das hier ist der Stoff, den er angeliefert hat:

base

Füllmaterial

Ärzte & Gesundheitswesen [2]

Heute war ich mal wieder hier bei unserem Hausarzt, Dr. Ramirez, [wegen einer Kleinigkeit, die ich aber dennoch vor dem Feiertag- morgen ist ja Thanksgiving – nicht unbehandelt lassen wollte: ein kleiner Schnitt an meinem linken Zeigefinger hatte sich entzündet] und da wurden mir mal wieder Unterschiede im Gesundheitswesen zwischen Deutschland und hier bewusst. Bei Dr. Ramirez scheint jede Behandlung gleich teuer: heute hatte er mehr Zeit nötig, weil er zuerst den Zeigefinger örtlich betäuben musste und dann die Wunde geöffnet hat. Und dafür habe ich genauso $50 bezahlt wie vor ein paar Tagen, als ich nur für eine Überweisung da war. Und was mich ein anderes Mal sehr überrascht hatte: wenn man für dieselbe Sache einmal wiederkommen muss, so berechnet er Nichts! Ach ja, meine Grippeschutzimpfung war übrigens, trotz des Impfstoffes, billiger: nur $30. Aber die hat er auch nicht selber vorgenommen, sonder eine seiner Sprechstundenhilfen hat das gemacht.

Ähnliches war mir auch schon beim Endokrinologen aufgefallen: erstes Mal $140, zweites Mal $98 und beim dritten Mal nur noch $58. Und nicht, dass ein Unterschied in der Behandlung gewesen wäre: es war immer die gleiche Untersuchung, dann eine Beratung und eine Überweisung. Schon seltsam. Aber mir soll es Recht sein, wenn es mit der Zeit billiger wird.

Seltsam übrigens auch: man wird jedesmal bei einem Arztbesuch gewogen, und zwar in voller Montur! Ich frage mich, was dass soll, denn da hängt es ja enorm von der Kleidung ab, was man so auf die Waage bringt. Es macht doch nun wirklich einen Unterschied, ob ich, wie im Sommer, mit kurzer Hose, im T-Shirt und mit Sportschuhen da erscheine, oder, wie heute, in Arbeitsklamotten, d.h. mit schwerer Jeans, langärmeligem Hemd und vor allem den schweren Arbeitsstiefeln. Das macht doch leicht einen Unterschied von mehreren Kilo aus. Ob das an der amerikanisch-puritanischen Prüderie liegt, dass man mich voll angezogen wiegt?

Manchmal habe ich den Verdacht, denn fast alle Untersuchungen finden bei voller Bekleidung statt. Ich habe z.B. noch nie auch nur mein Hemd ausziehen müssen, wenn meine Lunge abgehorcht wurde. Und beim Hautarzt bekam ich so etwas wie ein Krankenhaus-Hemdchen, allerdings aus Papier, obwohl ich meine Unterhose noch an hatte. Und das wurde dann nur ganz kurz und züchtig für die eigentliche Untersuchung gelupft. Was soll das, frage ich mich wirklich.

Neue Garage: der Anfang

Heute morgen war’s dann so weit, die Bauleute waren da – und zwar ohne sich vorher anzukündigen. Angerufen haben sie erst, als sie schon in Karnes City waren und unsere Einfahrt verpasst hatten. Wie hier häufig üblich ist, kamen sie mit einem relativ schweren Pick-Up Truck mit Anhänger. Das ist hier das Standardfortbewegungs- und -transportmittel vieler (Bau)unternehmer – wenn es sich nicht gerade um Großbauten handelt. Und auch da gibt es viele „subcontractors„, die dann eben nicht mit dicken LKWs kommen.

new garage - 1st day

Der Pick-Up Truck mit - schon leerem - Anhänger

Auf dem hatten sie einen „Bobcat„.

Bobcat

Und so sieht ein "Bobcat" aus

Eigentlich hatte ich nur erwartet, sie würden das (schwere) Gerät bringen, aber die Jungs haben sich gleich an die Arbeit gemacht und den Bauplatz vom letzten Grümpel befreit und, was ich sowieso nicht gekonnt hätte, auch die dicken Pfähle ausgerissen, die da noch rumstanden. Fix waren die Jungs [zwei Hispanics übrigens – aber das sind hier eigentlich immer die Bauarbeiter], das muss man ihnen lassen. Und so haben sie dann – wie gesagt – das letzte Gerümpel beseitigt. Und dann den Bauplatz eingeebnet und die Vermessungspfähle eingeschlagen.

Hier noch ein Bild davon:

Bauplatz

Der Bauplatz wird vorbereitet: Bobcat bei der Arbeit

So, das war’s für’s Erste. Morgen im Laufe des Tages sollen 4 LKWs mit Füllmaterial kommen. Und dann mal sehen, wie es weitergeht. Am Donnerstag ist hier ja Feiertag [Thanksgiving], und wie mir der Bauunternehmer sagte, wollen die beiden Arbeiter, die heute hier waren, da nach Oklahoma. Aber der Vorarbeiter heute meinte, er würde vielleicht am Samtag wiederkommen, um das angelieferte Füllmaterial zu verteilen und zu planieren. Und am Montag, so sagte mir der Bauunternehmer, soll es dann richtig losgehen. Bin schon richtig gespannt!

Auswahlmenüs am Telefon: die Qual der Wahl bzw. des Wählens

Es ist immer wieder ein Ärgernis, finden wir, dass man sich hier, wenn man – insbesondere über eine kostenlose 1-800-Nummer – eine (große) Organisation oder ein (großes) Geschäft anruft, nicht mehr mit einem Sachbearbeiten verbunden wird, sondern sich am Telefon durch jede Menge Optionen in diversen Menüs und Untermenüs wählen oder, besser gesagt, quälen muss: „If you …, press ‚one‘, if you … press ‚two‚“ usw. usw. Manchmal gibt es dann wenigstens am Ende noch die Option, eine lebende Person zu bekommen. Da hört man dann, „Please hold and we’ll put you through to the next available agent.„, was, nach einer scherzhaften Erklärung, die ich mal in PC-Welt gelesen habe, bedeutet, „Bitte warten Sie. Wir verbinden sie gerade mit unserem Call-Center in Indien.“ Und vom Akzent vieler Sprecher, die sich dann melden, habe ich den Verdacht, dass es sogar oft so ist. Und eine wirkliche Person, wenn es denn doe Option gibt, an die Strippe zu bekommen, kann oft ewig dauern. Zeiten von 10 bis 15 Minuten in der Warteschlange sind da eher die Regel denn die Ausnahme. Wie auch immer, uns nervt das, und ganz besonders deswegen, weil die Menüs manchmal einfach nicht die Auswahl bieten, die man benötigt, und dann häufig zu allem Überfluss auch die Option, mit einer lebenden Person zu sprechen, nicht angeboten wird. Dann steht man ganz schön auf dem Schlauch.

Mittlerweile gibt es schon Ratgeber [ganze Webseiten, z.B „gethuman.com„], die einem verraten,  mit welchen Tricks man doch eine richtige Person ans andere Ende der Leitung bekommt.

Heute hatte ich übrigens Glück – ich musste auf eine Mahnung [meine Brief mit der Abbuchungsvollmacht war wohl nicht angekommen] wegen einer Krankenhausrechnung [Laboruntersuchung] reagieren – und bekam schon nach wenigen Tastendrücken eien lebendige Person an die Strippe; übrigens auch mit einem leichten Akzent.

Was mir bei dem Anruf auch noch auffiel: ich wurde zunächst in Spanish begrüßt und verstand natürlich nur Bahnhof, wie man so sagt. Am Ende jedoch verstand ich die Option, ich solle „eins“ drücken, um weiter auf Spanish angeredet zu werden, oder „zwei“ für Englisch. Und das wurde dann – zumindest die Option – auch noch in Englisch wiederholt. Seltsam aber: als ich „zwei“ für Englisch gedrückt hatte, wurde ich ein zweites Mal gebeten, diesmal zuerst in English und dann in Spanish, die Sprache auszuwählen.

Dass man hier – im mittlerweile (fast) zweisprachigen Texas [wir haben hier, glaube ich, so etwa zwischen 30 und 40% Hispanics in der Bevölkerung – so gut wie immer die Option Spanisch angeboten bekommt, weiß ich ja mittlerweile. Dass man aber sofort in Spanish angesprochen wird, und dazu – wie es mir schien – nicht sofort mit dem Auswahlmenü, sondern mit irgendwelchen anderen Informationen, also das war mir noch neu.

Es ist kaum zu glauben, …

… da haben wir nun den 21. November und hier läuft die Klimaanlage! Aber das ist nun mal Süd-Texas. Wenn, wie seit gestern, der Wind aus Südosten, also von der Golfküste her weht, dann bringt er auch um diese Jahreszeit noch (relativ) warme und vor allem feuchte Luft mit sich. Und auch wenn es draußen gar nicht so übel und durchaus auszuhalten ist, hier im Haus staut sich dann schnell die Wärme und es wird unangenehm. Zur Zeit haben wir gut 25 Grad Celsius draußen. Aber bald soll es deutlich kühler werden. Aus dem hohen Norden Kanadas [da ist es stellenweise fast – 30 Grad] ist eine Kaltluftmasse auf dem Weg nach Süden. Und hier auf dem nordamerikanischen Kontinent liegt ja kein Gebirge „quer“, d.h. von Ost nach West, und so kann diese Kaltluft ungehindert langsam aber sicher nach Süden schwappen. Dabei wird sie zwar, bis sie hier ist, deutlich wärmer, aber wir müssen wohl doch ab Donnerstag oder Freitag mit Nachttemperaturen von nur knapp über dem Gefrierpunkt rechnen.

Brötchen …

… sind das, was ich [und übrigens auch Mary, nachdem sie deutsche frische Brötchen kennen und schätzen gelernt hat] hier vermisse – jedenfalls „richtige“, wie in Deutschland. Das is mir gerade eingefallen, als ich das Frühstück – heute gibt es bacon and eggs [mehr dazu einmal später] – gebrutzelt habe. Und eingefallen ist mir das, weil ich keinen Toast, sondern eben ein Brötchen dazu esse. Dieses Brötchen stammt aus der Bäckerei eines unserer Supermärkte – nicht vor Ort, denn der führt so etwas nicht, sonderm im immerhin 25 Meilen entfernten Floresville. Die backen da irgendwie selber, und Brötchen wie auch Brot sind dann schon besser als das, was man so im Regal kaufen kann, aber so richtig frisch aus dem Ofen habe ich sie da noch nie gesehen. Sie waren immer schon in Cellophan verpackt. Es sind Weizenbrötchen, aber kein Vollkorn, auch wenn sie für hiesige Verhältnisse einen hohen [3%] Ballaststoffanteil haben. [Auch zu diesem Angaben – die ganz anders funktionieren als bei uns in Deutschland – später mehr]. Sie sind aber von der Konsistenz her immer noch ziemlich labberig, gar nicht richtig „bissfest“.  Bessere – nämlich aus Vollkornmehl und deutlich „griffiger“ im Biss sind Brötchen, die wir in einem anderen Supermarkt [näher bei übrigens, nur ca. 5 Meilen entfernt, zwischen hier und dem Nachbarort Kenedy] bekommen. Wann immer ich die da finde, bringe ich welche mit. Aber auch wenn sie deutlich besser sind als das, was man sonst hier bekommt: sie sind nur ein magerer Ersatz für das, was ich aus Deutschland auf diesem Gebiet gewohnt bin. Für frische Brötchen wäre hier meiner Meinung nach schon ein Markt. Oder auch nicht, denn wie sollte man sie, bei den Entfernungen hier, schon kostengünstig an die Haustür liefern. Das wäre wohl nur im Ort möglich. Und ob die Leute hier in der Frühe bei einem Bäcker vorbeikommen würden, um sie zu kaufen? Möchte ich bezweifeln. Viele gehen hier ja schon zum Frühstück aus essen. Es gibt hier [typisch amerikanisch], von Sam’s Tacos über Dairy Queen bis zum örtlichen Apotheker [ja, auch da trifft man sich zum Morgenkaffee!], eine ganze Reihe von (kleinen) Lokalen, die zum Frühstück geöffnet haben. Vielleicht aber wäre genau das richtig, nämlich diese mit frischen Brötchen zu beliefern. Wäre eigentlich eine ganz gute Geschäftsidee, denke ich, wenn da nur nicht das frühe Aufstehen wäre! Die „ganz richtigen“ bzw. guten, bissfesten Brötchen bekommen wir übrigens nur bei Whole Foods in San Antonio. Aber bei 55 Meilen Entfernung fährt man da ja nicht mal eben zum Brötchenholen hin!