Der Herbst ist da!

Nachdem sich das texas-übliche Sommerhoch, das normalerweise (fast) des ganzen Sommer über [wie auch in diesem Jahr] so ziemlich zentral über Texas liegt, weit nach Westen verzogen hat und jetzt so etwa über Kalifornien liegt, hat sich hier ein Höhentief ausgebildet und die erste herbstliche Kaltfront ist durchgezogen. Und damit hatten wir eine wirklich angenehme kühle Nacht, mit einer schönen Brise. Heute Morgen war es bei strahlendem Sonnenschein unter 15 Grad: richtig erfrischend. Die Front hat übrigens hier keinen Regen gebracht, und „Höhentief“ bedeutet auch keinesfalls schlechtes Wetter, ganz im Gegenteil. Wir haben für die gesamte Woche eine stabile Wetterlage zu erwarten, mit Nachttemperaturen unter 15 Grad, und dann Sonnenschein den Tag über, mit Tageshöchstemperaturen von bis zu 30 Grad: insgesamt also ein wunderbarer Spätsommer bzw. Frühherbst. Zu Letzterem fehlt allerdings wohl der Frühnebel.Also wohl doch eher Spätsommer.

High School Football

Wie ich schon in einem vorherigen Posting gesagt habe, High School Football hat hier eine ganz enorme soziale Komponente: man identifiziert sich mit seinem lokalen Team – absolut. Und es ist nicht nur das aktuelle sportliche Geschehen, es sind auch all die damit verbundenen Aktivitäten, angefangen von den Eltern, die den „concession  stand“ [ein Stand, an dem Essen und Trinken verkauft wird] organisieren und betreuen, über die „cheerleaders“ [und deren „training camps„] in den Sommerferien [die Teilnehmergebühren bezahlen selbstverständlich die Eltern; die „sponsors„, d.h. die dafür zuständigen Lehrer, finanzieren ihre Teilnahme ebenso selbstverständlich aus eigener Tasche] bis hin zu den „marching bands„. Und zu Letzteren habe ich hier einen interessanten Artikel gefunden. Die Footballsaison hat mittlerweile wieder begonnen, und so sind jeden Freitagabend [das ist der traditionelle Abend für High School Football] ca. 140.000 Schüler und Schülerinnen von ca. 850 High Schools unterwegs zu den diversen Spielen. Und die werden übrigens auch – in Ausschnitten – im Fernsehen übertragen.

Apropos „Football Tage“: freitags abends ist High School Football, samstags nachmittags und abends ist College Football, und sonntags ist Pro-Football.

Eine verregnete „einsame Taube“

Gestern war hier „Lonesome Dove Fest„. Das ist ein (kleines) Volksfest hier, gesponsort vom örtlichen Rotary Club, mit einer Parade in der Stadt und „family fun“ mit „something for everyone“ [und das schließt einen „snake handler„, Tontaubenschießen und Countrymusik und Tanz, alles auf einem Festgelände außerhalb der Stadt, ein]. Und Alles für einen guten Zweck.

Hier ein Auszug aus der Beschreibung der o.a. Webseite:

In its eighteenth year, the Lonesome Dove Fest has grown from a gathering of dove hunters in a Coy City hay patch to an event recently described as the “South Texas Expo” by Texas Parks & Wildlife Department’s Education Coordinator Steve Hall.
The annual festival combines education, outdoors activities and entertainment for nearly ten thousand visitors and begins on Friday, September 17th with Youth Day.
Youth Day presents educational mini-seminars on a variety of different topics to over three hundred high school students from area schools.
The success of Lonesome Dove Fest has allowed the Rotary to award twelve scholarships to seniors from each of Karnes County’s four high schools, including two scholarships specifically dedicated to vocational students.

Leider war es, wie schon meine Überschrift sagt, verregnet. Na ja, „leider“ oder auch „gut so“. Für das Fest war es natürlich schade, denn es hat dem Zulauf sicherlich geschadet, weil es ja wohl wirklich keinen Spaß macht, im Regen auf einem Volksfest, bei dem sich Vieles draußen abspielt, herumzulaufen. Und auch die Zuschauerzahl bei der Parade im Ort hielt sich, vorsichtig ausgedrückt, doch ziemlich in Grenzen. Wie gesagt, schade. Aber andererseits: hier, wo es ja häufig (zu) trocken ist, und das manchmal monate- und sogar jahrelang, freut man sich im Grunde doch über jeden Tropfen. Nicht zuletzt ist die Frage, „How many inches have you got?“ eine Standardfrage nach jedem Regen. Und wenn immer behauptet wird, die Engländer würden viel über’s Wetter reden – die Süd-Texaner tun es bestimmt ebenso oft.

Das Fest selber habe ich zwar nicht besucht, wohl aber die Parade – und die war ganz typisch kleinstädtisch texanisch. Und hier ein paar Bilder. Leider, wie schon gesagt, war es regnerisch, und das hat die Qualität der Bilder beeinträchtigt. Hinzu kam, dass durch die hohe Luftfeuchtigkeit die Linse der Kamera sofort beschlagen war, als ich aus dem Auto ausstieg. Das kommt hier leider sehr häufig vor, weil alles im Auto durch die Klimaanlage sehr schön kühl bleibt. Ich musste sie abwischen, hatte aber kein Linsenreinigungspapier zur Hand, und so sind leichte Spuren doch zurückgeblieben. Aber einen Eindruck von dem, wie es hier so zugeht, vermitteln die Fotos hoffentlich doch. Damit es nicht zuviele werden, und weil die Qualität für großformatige Abbildungen doch nicht gut genug ist, habe ich mich für Collagen entschieden.

Hier dann die erste:

lonesome dove fest

Lonesome Dove Parade (1)

Ein paar Informationen:

Den Anfang machten ein paar Reiter und eine alte Postkutsche, und dann kamen – mit ohrenbetäubendem Lärm – die Wagen der örtlichen freiwilligen Feuerwehr. Nicht nur das sie die Sirenen aufheulen ließen, sie hatten auch Spaß daran, ihre Signalhörner hören zu lassen. Und die hätten jedem Schifftyphon Ehre gemacht. Die Kapelle der High School hier folgte [links unten im Bild]. Und auch die Politiker – bald sind ja hier Wahlen, und so ließen sich auch Landespolitiker sehen – dürfen nicht fehlen [im Bild rechts oben]. Und damit wir wissen, wo wir einmal hingehören: auch die beiden örtlichen Altersheime waren vertreten [unten Mitte und rechts].

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Lonesome Dove Parade (2)

Noch ein paar Informationen zum Bild:

Die „örtlichen Schönheiten“ dürfen auch nicht fehlen: also ist „Miss Karnes City“ natürlich dabei [großes mittleres Bild]. Ich finde es immer wieder erstaunlich, dass die hier schon an der High School so einen Wettbewerb haben. Und die Nachbarorte mit ihren Besonderheiten und örtlichen Festen sind auch vertreten:

  • Kenedy mit den „Bluebonnet Days“ [linkes großes Bild]
  • Luling mit „Watermelon Thump“ [kleines Bild rechts oben] – man beachte übrigens die Ölpumpe [auch „donkey“ genannt]: Luling – und das ist tatsächlich so, riecht nach Öl“
  • Stockdale [kleines Bild rechts unten] mit dem „Watermelon Jubilee Rodeo
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Lonesome Dove Parade (3)

Ein paar Informationen zum Bild:

Auch die nahegelegene Luftwaffenbasis [Lackland Air Force Base] ist mit ihrer Band vertreten [Bild links oben]. Und besonders interessant fand ich Haltung und vor allem den Sitz der Kopfbedeckung des Band Major [großes Bild Mitte]. Das Football Team der Highschool braucht schon einen richtigen 18-Wheeler [auch „semi“ – kurz für „semi-trailer truck“ genannt] – das sind ja die „ganz dicken Brummer“ hierzulande [kleines Bild rechts oben]. Und man beachte: zum Fahnenschwenken [kleines Bild rechts unten] braucht man schon die richtige Statur. Und mit dieser eigent man sich auch bestens zum „linebacker“ beim Football. Weil es da fast ausschließlich auf die Körpermasse ankommt, finden sich da – zumindest beim Highschool Football auch ganz schön fettleibige Typen, die man sonst wohl als absolut unsportlich ansehen würde. Und links dann noch eine örtliche Kindergruppe, auf ihren Steckenpferde: früh übt sich eben, was mal ein richtiger Cowboy werden will!

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Lonesome Dove Parade (4)

Informationen zum Bild:

Was das Rodeo [die Kleinen im vorherigen Bild haben ja schon geübt] angeht: auch die Großen sind vertreten. Das San Antonio Rodeo [jedes Jahr im Februar] ist auch vertreten [kleines Bild links oben]. Und der Clown hat hier eine bessere, d.h. wesentlich ungefährlichere Aufgabe als beim Rodeo. Hier darf er Perlenketten verteilen, beim Rodeo muss er die wilden Bullen ablenken, wenn ein Reiter beim Bullenreiten abgeworfen worden ist. Dann ist es der Clown, der den Bullen auf sich lenken muss. Wäre nichts für mich! Apropos Perlenketten: schade, dass es nicht so wie beim Mardi Gras in New Orleans ist, das bekommen nämlich diejenigen weiblichen Wesen eine solche Kette [beads], die ihren Busen entblößen! 😉  Und weitere „Kleine“, die Boy Scouts auf ihren Rädern, sind auch mit von der Partie [kleines Bild, Mitte linke Spalte]. Mit einem Oldtimer [kleines Bild links unten] wirbt eine der Gesellschaften für sich, die im Augenblick hier in der Gegend wie wild nach Öl bohren. Aber auch die Landwirtschaft gibt es hier ja noch, und so wirbt dann auch die örtliche Filiale von John Deere für sich [unten Mitte]. Die örtliche Elektrizitätsgesellschaft [Karnes Electric Co-Operative] – die übrigens auch unseren Internetanschluss bereitstellt – ist dann ebenso dabei wie die Karnes City Historical Society.

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Lonesome Dove Parade (5)

Mehr zum Bild:

Die Longhorns [Bilder unten rechts und Mitte] der  Familie Kimble, unter ihnen der preisgekrönte „Wow„, dürfen nicht fehlen: was wäre Texas ohne seine Longhorns! Und den Abschluss machen die „South Texas Trail Riders„, eine Gruppe von Amateurreitern, die jedes Jahr hier durchzieht, auf dem Weg von Corpus Christi zum Rodeo in San Antonio.

Unser Rasen …

… hält sich erstaunlich gut, wenn man bedenkt, wie trocken und heiß es zwischenzeitlich war. Und was mich an diesem Rasen [Hybrid Bermuda Gras] so fasziniert: einerseits können wir mit dem Auto drüberfahren, und es hat auch schon schwere LKWs klaglos ausgehalten, aber da, wo die sanften Hundepfoten häufiger drauftreten, da bildet sich schnell ein Trampelpfad ohne Rasen aus.

„‚If I owned hell and Texas, …

… I’d rent out Texas and live in hell.‘ [General Philip Sheridan] There are times when I suspect there’s not much difference. It’s mid-September, so you think we might get some relief, but no; this is Texas, and the heat just keeps coming. It’s as if Texas simply refuses to accept that summer is winding down and fall is on the way, […].“

zitiert aus Exile Imaging, einem Blog mit ganz großartigen Bildern, nicht nur von Texas.

Nun, ganz so wie Sheridan würde ich es – zumindest in diesem Sommer – nicht sehen. Es war zwar durchaus (mal) heiß und (fast) immer entsetzlich schwül, aber insgesamt hatten wir nur wenige Tage mit über 100 Grad Fahrenheit [etwas über 38 Grad Celsius]. Und wir hatten auch genügend Regen, lt. Wetterbericht von gestern schon bis jetzt mehr als normalerweise im gesamten Jahr. Für den vergangenen Sommer hätte Sheridan wohl eherRecht gehabt, denn da waren es mehr als 50 Tage mit dreistelligen Temperaturwerten, und Regen war die ganz große Ausnahme.

chemische Keule gegen Ameisen

Ich weiß ja, es sind eigentlich nützliche Tiere, und man sollte sie nicht killen, aber manchmal ist das einfach unumgänglich, wenn wir unseren Rasen hier erhalten wollen. Wir haben nämlich zwei Sorten, die den Rasen auf unterschiedliche Weise schädigen.

Da sind zum einen die „fireants„, relativ kleine Viecher, die aber, wenn sie einen denn beißen, zunächst schmerzhafte und dann längere Zeit juckende Bisswunden hinterlassen, an denen sich kleine Pusteln bilden. Und wenn man die – ganz natürlicherweise und unbewusst – kratzt, können sie sich auch schnell entzünden. Aber nicht deswegen „verfolge“ ich sie, sondern weil sie einen kleinen Berg aufwerfen, da wo sie unterirdisch ihren Bau haben. Und diese aufgeworfene Erde überdeckt den Rasen und schädigt ihn an dieser Stelle.

Und dann sind da die noch größeren – ich weiß nicht, wie sie offiziell heißen. Die verursachen eine kreisrunde, etwas ein bis anderthalb Meter im Durchmesser große Stelle rund um das Eingangsloch zu ihrem unterirdischen Bau, an der absolut nichts wächst. Und auch das wollen wir nicht im Rasen. Sieht hässlich aus.

Also bin ich dann vorhin gerade mit Ameisengift rumgezogen und habe die Stellen „bedacht“, an denen Baue waren. Werde ich aber bestimmt noch an anderen Stellen tun müssen, denn man übersieht leicht etwas. Und außerdem kommen die fireants immer ganz besonders nach Regen. Da werden also – wir hatten vergangene Woche ja ein paar verregnete Tage – bestimmt noch Baue hochkommen.

Schon wieder ein typischer Sonntag

Ich habe ziemlich lange [bis halb neun] geschlafen, denn es lag ja nichts Besonderes an. Dann gab’s Frühstück, wie so häufig „cereals“ [genauer gesagt, „shredded wheat„], und natürlich Kaffee – ohne den geht’s bei mir „alter Kaffeenase“ ja nicht. Und außerdem – zuallererst – ein Glas Orangensaft, um die allmorgendliche Pillensammlung runterzuspülen.

Am Computer habe ich, wie jeden Morgen, die Nachrichten verfolgt, sowohl von hier [New York Times] als auch von Deutschland [Welt online].

Und dann war „Fütterung der Raubtiere“ angesagt. Unsere Katzen stellen sich jeden Morgen, egal wie viel Futter vom Abend vorher noch übrig ist, so an, als ob sie kurz vor dem Verhungern stünden. Buster und Sally sind da viel weniger anspruchsvoll.

Apropos Buster: da er die Zeitung nicht ans Haus gebracht hat, wie er se sonst schon einmal tut, bin ich dann zur Straße gedackelt und habe sie aufgelesen. Und dann, hier im Wohnzimmer, auch gelesen.

Und so gegen 11 kam mir die Idee, ich könnte mich ja auf’s Rad schwingen und etwas für die Gesundheit tun, bevor es einerseits ganz heiß würde und andererseits (Gewitter)schauern aufkämen. Aus letzterem Grund wollte ich dann auch nicht zu lange unterwegs sein und habe mich für meine kürzeste Runde hier [knapp über 17 Meilen] entschieden. Hat ganz gut geklappt, wenn ich allerdings auch nicht ganz den Schnitt geschafft habe, den ich eigentlich wollte. Es waren „nur “ 16,2 Meilen pro Stunde, und nicht 17, wie gehofft. Aber was soll’s: Hauptsache, es war eine schöne Tour und ich habe mich nicht überanstrengt.

Danach habe ich mich dann erst einmal trockengelegt und etwas ausgeruht, und dann auf den Rasenmäher geschwungen. Nach dem Regen in der vergangenen Woche hatte der Rasen es wirklich nötig. Und nur auf dem Mäher zu sitzen und „rumzudüsen“ war schon wieder schweißtreibend. Insgesamt dauert es etwa zwei Stunden, den Rasen zu Mähen. Es sind ja ca. 1500 Quadratmeter, und man muss einige Bäume und Blumenrabatte umkurven, was immer Zeit kostet.

Und danach war dann wieder Ruhepause: ausschwitzen, Duschen und dann lesen, computern und Video anschauen. Und vor Allem: die kühle Luft im Hause genießen!

Hermine ist da

Gerade zieht hier oder ganz nahe bei uns das Auge von Hermine – vormals tropischer Sturm, aber seit heute Morgen „nur noch“ tropische Depression, die sich vor ein paar Tagen in der südwestlichen Karibik gebildet hat – durch. Gott sei Dank ist es kein Hurrikan, also halten sich die Windgeschwindigkeiten [es kann in Böen bis zu 50 Meilen werden] in Grenzen. Es könnten sich aber auch – wir haben hier „tornado watch“ – (kleinere) Tornados bilden. Damit müssen wir hier bei solch einer Wetterlage immer rechnen. Aber das wollen wir mal weniger hoffen. Kräftige Böen hat’s schon, aber bestimmt keine 50 mph.Na ja, gerade bläst’s in Böen doch ganz schön kräftig.

Geregnet hat es schon sehr gut, die ganze Nacht hindurch. Heute Morgen zeigte der Regenmesser etwa 70 Liter/Quadratmeter an [in ca. 12 Stunden]. Und es geht noch weiter. Und das freut uns sehr, denn wir hatten Regen dringend nötig. Schließlich hatte es hier seit über einem Monat nicht mehr geregnet – bis auf ein paar vereinzelte Tropfen. Und dass es jetzt zwar sehr gut regnet, aber nicht wie aus Kübeln schüttet, ist natürlich wunderbar.

Und so sieht das hier auf dem Radarbild auf dem Computer aus:

Radarbild

Wetterradar für Atascosa County

Das „Auge“ ist hier südwestlich von Karnes City deutlich zu sehen. Und wenn ich die Legende richtig interpretiere, zeigt die Farbe „moderate rainfall“ an. Aber das kann sich ändern. Gerade haben sie auch eine „flash flood“ Warnung für Karnes County – u.A. – herausgegeben. Das kann punktuell dann doch ganz erhebliche Mengen Regen in kurzer Zeit bedeuten. Mal sehen.

Labor Day

Heute ist dann mal ein wirklicher Ruhetag, den ich Faulpelz so richtig genieße: schließlich ist es ja „Tag der Arbeit“ [Labor Day]. Seltsam, dass das – wie bei uns auch – ein Feiertag ist, an dem eben nicht gearbeitet wird. Aber sollte es nicht eigentlich auch „Tag der Arbeiter“ [Laborer’s Day] heißen? Denn eigentlich wird ja nicht die Arbeit gefeiert, sonder derjenige, der sie verrichtet, also der Arbeiter.

Aber wie dem auch sei: ich lege meine persönlichen Ruhetag ein – weder Gartenarbeit [und auch der Abriss der Scheune muss warten] noch Radtour [die Beine brauchen, nach ca. 130 Kilometern in zwei Tagen, auch ihre Ruhe].

Gestern …

… war ein typischer Sonntag hier. Zuerst habe ich mal lange geschlafen – bis halb neun. Dann lecker gefrühstückt: anders als üblich, war’s ein belegtes Brot [zwei Schnitten Mehrkornbrot mit gekochtem Schinken belegt, und als „Unterlage“ keine Margarine, sondern Miracle Whip light und Senf]. Hat gut geschmeckt. Und dazu gab’s natürlich Kaffee – wie könnte es bei mir alter „Kaffeenase“ denn auch anders sein. Im Augenblick trinke ich „HEB Hauskaffee“ [100% Colombian], und der schmeckt mir prima. Und vorher gab’s, wie jeden Morgen, Orangensaft [regt an, bringt Vitamine und ist auch so gut]. Danach habe ich dann – mit dem restlichen Kaffee – etwas Zeit am Computer verbracht. Und natürlich unseren „Zoo“ gefüttert. Das ist ja allmorgendliche Routine. Und dann bin ich zur Straße getigert, um die Sonntagszeitung aufzulesen [hier wird sie ja nicht zum Haus gebracht, sondern an der Einfahrt zum Grundstück einfach hingeworfen], aber da war keine. Bin ich also wieder zurück und fand sie auf unserer Veranda. Buster hatte also mal wieder, wie so häufig, den Zeitungsboten gespielt und sie von der Straße hier zum Haus gebracht – nur ich hatte es nicht gemerkt. Dafür hat er dann, wie immer bei diesen Gelegenheiten, ein dickes Lob und einen leckeren Knochen bekommen. Und man konnte merken, er wusste genau, wofür das war und er war stolz auf sich.

Und dann hat es mich wieder in den Beinen gejuckt und obwohl ich am Samstag schon knapp 40 Meilen geradelt war, habe ich mich wieder auf’s Rad geschwungen und habe weitere 40 Meilen abgestrampelt. Da ich später unterwegs war als am Samstag, war es natürlich heißer und schwüler, aber nicht sehr schlimm [ich denke mal, nicht über 35 Grad und ca. 45%]: also „doable„. Trotzdem, die 40 Meilen waren „nicht ganz ohne“, und ich war froh, als ich wieder hier war. Eine ganz schöne Menge an Flüssigkeit hatte ich nämlich schon verloren. Vor der Tour zeigte die Waage 182,2 lbs [1 lb sind 453 Gramm] und nachher waren es nur noch 175,2 lbs. Und da das fast Alles nur Flüssigkeit ist, die ausgeschwitzt wird, waren es wohl – obwohl ich ca. 2 Liter Wasser unterwegs getrunken habe – ca. 3 Liter, die ich dennoch verloren hatte.

Als ich zurück war, habe ich mich dann trockengelegt, etwas ausgeruht und angefangen, den Flüssigkeitsverlust mit Apfelschorle [die gibt einem auch die Elektrolyte, Spurenelemente und Mineralien, die man ausgeschwitzt hat, gut zurück] wieder auszugleichen. Und dann habe ich noch den Rasen gemäht. Der wächst zwar jetzt bei der Hitze und Trockenheit langsamer, aber einmal pro Woche muss man ihn wohl doch mähen. Das hat – auch mit unseren „lawn tractor“ – immerhin noch geschlagene zwei Stunden gedauert. Aber es ist natürlich überhaupt nicht anstrengend, sofern man, wie ich gestern, das Gras nicht in den Auffangkörben sammelt [die zu leeren ist dann doch etwas anstrengend], sondern es einfach auf dem Rasen liegen lässt. Danach stand dann noch an, einige Blumen und Sträucher mit der Gießkanne zu wässern. Aber auch das ist eine der leichteren Übungen.

Anschließend war dann wirklich Duschen angesagt, und danach bin ich zum Einkaufen gefahren. Hier haben die (großen)  Supermärkte ja auch sonntags geöffnet. Und zurück zuhause gab’s dann Abendessen [Nudeln mit Hühnerbrustgeschnetzeltem], und dazu ein gutes Bier – diesmal ein mexikanisches, Negra Modelo. Hatte ich ja schon mal in Fredericksburg getrunken, und weil es mir das so gut geschmeckt hatte, habe ich es mir wieder aus dem Supermarkt mitgebracht.

Und den Rest des Abends habe ich dann ganz geruhsam mit Lesen und einem guten Merlot verbracht.