Alex …

… schickt seine Vorboten aus, und das, obwohl sein Zentrum über 450 Kilometer weit entfernt ist und er wohl – Gott sei Dank – sogar noch südlich der Mündung des Rio Grande [also noch im nördlichen Mexiko] an Land gehen wird. Nicht, dass wir nach dem St. Florians Prinzip [„verschon mein Haus, zünd‘ andere an“], oder, wie man hier sagt, „NIMBY“ [„not in my own backyard„] handeln bzw. denken, aber wir sind doch froh, dass er nicht direkt Kurs auf uns nimmt. Dabei wünschen wir natürlich, dass er in einer möglichst unbewohnten Gegen an Land geht und daher so wenig Schaden wie möglich  anrichtet. Er ist zwar „nur“ ein Hurrikan der Kategorie „1“, aber auch der bringt schon erhebliche Windgeschwindigkeiten [durchschnitttlich mindestens 75 Meilen pro Stunde] und große Niederschlagsmengen [bis zu 15 Zoll – mit der Umrechnung in Liter/Quadratmeter tue ich mich noch schwer, aber wenn mich nicht Alles täuscht, entspricht das 381 Liter/Quadratmeter] mit sich. Aber wir bekommen hoffentlich „guten“ Regen, d.h. nicht zu viel auf einmal aber häufig, davon ab.

Und es hat schon angefangen: vorgestern gab es andere Wolkenformationen [unten dunklere und breitere Türme statt der sonstigen Cumulus] und gestern hatten wir die ersten Schauer – kurz aber kräftig [0,3 Zoll wären umgerechnet ca. 7,5 Liter/Quadratmeter – wie gesagt, wenn meine Rechnungen stimmen]. So kann es bleiben. Jetzt gerade hatten wir ein ganz klein wenig Regen, aber es sieht nach mehr aus. Insgesamt ist es trübe und bedeckt und kühler als zuvor. Das ist auch eine angenehme Nebenerscheinung: die Temperaturen sollen in den nächsten 10 Tagen unter 90 Grad Fahrenheit [= 32 Grad Celsius] bleiben. Die hohe Luftfeuchtigkeit wird uns allerdings wohl erhalten bleiben: die Wettervorhersage sprach von einem „Floridawetter“. Was aber gut ist: auch die Schauer sollen über die nächsten 10 Tage anhalten. Das wäre wirklich prima, denn im Mai und Juni hatten wir deutlich zu wenig Niederschläge – weit unter dem Jahresdurchschnitt – und eine längere Periode mit soclhen Schauern vor dem Hochsommer wäre nun wirklich gut.

Aber vielleicht bekommen wir ja auch einen nassen Sommer. Die Hurrikanprognose ist ja, dass wir in diesem Sommer – weil „El Nino“ im Pazifik verschwunden ist – überdurchschnittlich viele Hurrikane haben werden. Und dass mit Alex der erste Hurrikan schon so kurz nach dem Beginn der Hurrikansaison am 1. Juni erschienen ist, spricht ja auch für eine verstärkte Hurrikanaktivität. Hoffen wir nur, dass die großen Schäden dieses Mal ausbleiben werden.

Und hier – diese Webseite habe ich gerade erst gefunden – kann man es umrechnen.

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Führerschein weg

Na ja, nicht so schlimm, wie es sich anhört. Heute habe ich dann mal endgültig meinen deutschen gegen einen texanischen Führerschein eingetauscht. Und das heißt, ich brauchte keine neuerliche Fahrprüfung zu machen, sondern der texanische Führerschein wurde einfach auf der Basis des deutschen ausgestellt – umgeschrieben, gewissermaßen – aber ich musste dafür auch meinen deutschen Führerschein abgeben. Der wird, so jedenfalls die Auskunft vom Texas Department of Public Safety, dann nach Deutschland geschickt. War mir natürlich nicht Recht, den deutschen Führerschein hergeben zu müssen, aber so ist es nun mal seit 2007. Um ganz sicher zu sein, hatte ich mich vorher auch noch beim deutschen Konsulat (in Houston) erkundigt. Die Formalitäten waren übrigens nicht sehr problematisch: nur zwei Formulare ausfüllen und Fotokopien vom Pass und deutschen Führerschein einreichen sowie das Original der Social Security Card mitbringen. Und den Sehtest machen. Aber das ist ja eigentlich verständlich. Ach ja, und Fingerabdrücke [von beiden Daumen] wollten sie noch haben.  Und nun habe ich einen bis Ende August befristeten temporären Führerschein, da es ca. 30 bis 45 Tage dauern kann, ehe ich den „richtigen“ per Post zugeschickt bekomme. Und das ist dann ein Dokument, das den hier nicht vorhandenen Personalausweis ersetzt.

Friesenhaus

Gestern waren wir mal wieder da, im Friesenhaus in New Braunfels, mit unseren Freunden Stella und Mike Saxon. Und es war, wie immer, ein ganz prima Essen: Salat bzw. Gulasch- bzw. Erbsensuppe als Vorspeise, und dann Rouladen mit Rotkohl und Spätzle bzw. Berliner Bouletten mit Prinzessböhnchen in Speckmantel und Bratkartoffeln und als Nachtisch Kirschstrudel [der Apfelstrudel war leider ausgegangen] mit Vanilleeis bzw. ein Schokoladeneis. Alles war wie immer sehr sehr schmackhaft. Und runtergespült haben Mike und ich es mit einem frischgezapften Bitburger. Soll ich sagen, das war das Beste am Essen?! Nein, denn damit würde ich dem Koch Unrecht tun. Aber dieses leckere Bier hat den Genuss des Essens noch vergrößert.

Apropos Bier: die Auswahl an Bier vom Fass ist dort im Friesenhaus wirklich Klasse, vom König Pils über Warsteiner [auch als Dunkel] und Bitburger zu Weizen, Paulaner und mehr.

Bei der Wirtin, Frau Dirks, habe ich mich noch für ihre Hilfe und ihren Rat in Führerscheinfragen bedankt undm it dem Wirt, Herrn Dirks, habe ich mnich über das Fußballspiel Deutschland – England sowie die Schiedsrichterleistungen und technische Möglichkeiten zur Unterstützung der Schiris unterhalten.

Und bevor wir nach Hause gefahren sind, haben wir dann da noch ein Brot gekauft. Von den verschiedenen Sorten – alle herzhaft und deutlich fester gebacken als das, was man sonst hier bekommt – mögen wir Mehrkornbrot am liebsten. Und ich habe mir noch  eine Räuchermettwurst sowie zwei Dosen Bratheringe und je eine Hering in Tomaten- bzw. Senfsoße mitgenommen. Das bekommt man nämlich hier in keinem Supermarkt.

neuer Kühlschrank

Nachdem unser alter Kühlschrank mittlerweile 29! Jahre alt war und seinen Geist aufzugeben drohte – und weil er natürlich auch längst nicht mehr energie-effizient war – haben wir uns einen neuen angeschafft und sind hellauf begeistert. Unten hat er zwei Schubladen für’s Gefriergut, und oben dann eine Doppeltür [„French doors“ nennt man das hier]. In der linken der beiden Doppeltüren ist ein Eis- und Kaltwasserbereiter untergebracht. Das ist eine hierzulande häufig anzutreffende, ganz praktische Einrichtung, weil man dann die Tür(en) nicht aufmachen muss, um an kaltes Wasser oder Eiswürfel zu kommen. Und nicht nur in seinen „Features“ [2 Schubladen feuchtigkeitskontrolliert und eine mit zusätzlicher Kühlung, wenn gewünscht] ist er amerikanisch, sondern auch in seinen Ausmaßen: 36″x30″x70″ [= 90x75x175 cm – LxBxH] – ein ganz schöner Brocken. Und nun hoffen wir, dass er sich als genauso langlebig erweisen wird wie der alte.

Temperaturen

Es ist zwar längst nicht so heiß wie im vergangenen Jahr um diese Zeit, als wir schon mehrfach über 100 Grad Fahrenheit [= 37,8 Grad Celsius] hatten, aber dennoch ist es hier im Zimmer, ohne Kühlung, ca. 31,5 Grad Celsius. Und das ist auch schon reichlich. Aber der Ventilator hilft. Und manchmal machen wir auch die Klimaanlage an. Aber die hat dann natürlich – bei diesem unisolierten Haus – dann ganz schön Arbeit. Nur des nachts haben wir sie – im „Schlafteil“ des Hauses – an und kühlen da auf ca. 22 Grad Celsius herunter. Das macht’s dann erträglich.

P.S.: Aber trotzdem trinke ich Kaffee und kein kühles/kaltes Getränk!

Samstagsnachmittagsbeschäftigung

Nein, nicht wie in Deutschland, „des Deutschen liebstes Kind“, das Auto, waschen. Zuerst habe ich den Rasen gemäht und dann das Rad geputzt und geölt. Und dann fiel mir ein, dass ja das Fahrradöl auch ganz gut für die Gewehre sein müsste, und so habe ich dann auch die Gewehre gesäubert und geölt. Als wohl eher „des Amerikaners liebstes Kind“?! Na ja, für manch Einen mag das ja gelten, aber bestimmt nicht für uns. Trotzdem: wenn ich die Flinten mal wirklich „für Ernst“ gebrauchen will, muss ich sie natürlich auch „in Schuss“ halten.

Bike & Guns

Bike & Guns

bike & guns

Bike & Guns

Taranteln …

… , genauer gesagt, Vogelspinnen, habenwir ziemlich viele in diesem Frühjahr. Ob das an dem feuchten Beginn das Jahres liegt? Und/oder daran, dass es nicht so heiß ist wie im vergangenen Jahr? Ich weiß es nicht. Aber auf jeden Fall sind diese „Biester“ relativ zahlreich – bis zu 8 haben wir schon an einem Abend gesehen. Na ja, solange sie draußen bleiben, sind sie uns als nützliche Tiere durchaus willkommen. Und im Haus haben wir sie, im Gegensatz zu (kleinen) Skorpionen, noch nicht gehabt.

Tarantel im Gras

Auch das ist Amerika

Jetzt kann man doch tatsächlich bald ein Subway’s Sandwich auch direkt ober auf der Baustelle des neuen New York Trade Centers haben. Damit die Arbeiter nicht entweder nur ein mitgebrachtes Butterbrot essen können oder eine Stunde und mehr Zeit benötigen, um vom mittlerweile 60. Stockwerk nach unten zum Essen zu fahren, hat ein Subunternehmer an der Baustelle mit Subway’s einen Franchise- Vertrag geschlossen, eines dieser Restaurants direkt oben auf der Baustelle zu haben. Und das wird dann sozusagen „mitwachsen“: es wird langsam aber sicher mit der Baustelle in die Höhe gehen.

mehr dazu hier: Slate Magazine

Kulinarisches (I)

Am vergangen Sonntag und Montag waren wir in Corpus Christi. Mary hat da an einem Walking-Event der WeightWatchers teilgenommen. Und auch wenn’s ums Abnehmen ging, so haben wir es uns doch nicht nehmen lassen und sind des abends aus essen gegangen. Gelandet sind wir am Yachthafen – nur ein paar Schritte zu Fuß vom Motel – bei Landry’s. Und das war wirklich empfehlenswert, vom Ambiente [Hafenblick] über die Bedienung [nicht, wie sonst üblich, hektisch] bis zum Essen [einfach absolute Klasse]. Mary hatte als Vorspeise Krabbencocktail. Ihr hat er sehr gut gefallen, weil mit ziemlich großen Shrimp. Ich hätte mir unter „Cocktail“ allerdings etwas mit einer Soße bzw. einem Dressing vorgestellt und nicht, wie es kam, 6 große Shrimp auf Eis, mit Zitrone garniert. Aber das ist hier bei Krabbencocktail so üblich. Als Hauptgericht hatte sie dann gefüllte Flunder, und die war wirklich exzellent. Die Füllung bestand aus Garnelen und Krabbenfleich – sehr sehr lecker. Als Beilage gab’s grünen Spargel mit Parmesan überbacken. Und dazu gab es, natürlich, auch einen leckeren gemischten Salat mit einem exzellenten Vinaigrette-Dressing. Und ich hatte mir als Vorspeise einen Spinat-Champignon-Avocado Dip mit hausgemachten Tortilla Chips ausgesucht – und das war eine ausgezeichnete Wahl. Das Ganze war warm – überbacken. Eine wunderbare Käsesoße. Und die Chips waren echt hausgemacht, ganz frisch und noch warm. Diese Vorspeise hätte durchaus für zwei Personen gereicht – oder als (kleines) Hauptgericht. Dafür hatte ich mir dann „Fresh Catch Pontchartrain“ ausgesucht, auf dem Grill gebacken und mit einer Weißweinsoße: ganz große Klasse. An diesem Tag war der Fisch übrigens Tilapia. Und die Soße war einfach köstlich: Weißwein, Käse und Champignons. Als Beilage gab es Reis und Broccoli. Letztere waren, wie ich es gerne mag, wirklich „al dente“. Und ebenso wie für Mary gab es auch für mich den Salat, ebenfalls mit Vinaigrette Dressing. Und obwohl es nicht nötig gewesen wäre, was die Größe der Portionen anging, so haben wir uns doch auch noch Knoblauch-Brot dazu geben lassen. Alles in Allem ein köstlicher Genuss. Beim nächsten Besuch in Corpus Christi werden wir bestimmt wieder da essen.

Jacobs „Krönung“ …

… trinke ich gerade, und der Kaffee schmeckt mir sehr gut. Hatte ich mir neulich im „Friesenhaus“ in New Braunfels gekauft. Nicht dass ich nicht auch sonst guten Kaffee hier vor Ort bekommen würde, aber ich wollte doch gerne einmal wieder meinen Lieblingskaffee aus Deutschland trinken: man gönnt sich ja sonst nichts!  😉