Mit dem warmen Wetter …

… kommt auch das Ungeziefer wieder. Und nicht nur Ungeziefer wie Ameisen, die den Rasen ganz schön aufwühlen mit ihren großen Nestern, sondern auch anderes „Viehzeugs“ wie Schlangen, Skorpione und Taranteln. Zeit also, vorsichtig zu sein und draußen immer festes Schuhwerk, am besten Stiefel, zu tragen, aber auch des nachts drinnen nicht barfuß herumzulaufen und immer gut hinzuschauen, wo man hintritt.

Eine Schlange – ziemlich „mini“ zwar mit etwa 20 cm Länge und dünner als ein Bleistift – hatten wir gestern auf der Terasse. Ob sie überhaupt gefährlich hätte sein können, weiß ich zwar nicht, aber ich habe sie vorsichtshalber mal „erledigt“. Und einen Skorpion [so etwa 4 cm lang, nicht gerade sehr gefährlich, aber – so habe ich mir sagen lassen – schon sehr schmerzhaft, wenn er denn sticht] hatten wir vor ein paar Tagen im Hause. Ich hatte ihn gar nicht gesehen, sondern bin – Gott sei Dank mit Schuhen an den Füßen – draufgetreten und … er war platt. Glück gehabt, denn nachts laufe ich hier durchaus barfuß herum. Und heute habe ich dann im Garten eine Tarantel – nicht ausgewachsen, aber immerhin wohl auch so etwa 3 – 4 cm – gesehen und habe sie auch „gekillt“. Eigentlich hätte ich sie da draußen, ziemlich weit vom Haus, ja auch leben lassen können, aber man weiß ja nie, ob sie nicht auch mal reinkommen.

Na ja, damit muss man hier eben leben – wir sind nun mal im südlichen Texas, wo diese Biester alle zum Alltag gehören.

Ach ja, unter Anderem habe ich heute wenigstens etwas dafür gesorgt, dass Verstecke für Schlangen seltener sind bzw. besser einsehbar: unsere alten Holzstapel [Feuerholz und Äste, die noch geschreddert werden müssen] waren allmählich von Unkraut überwuchert, und das sind nun mal Lieblingsplätze für Schlangen. Also habe ich wenigstens das Unkraut gesprüht, und hoffe, dass es bald abstirbt und damit diese Stellen für Schlangen etwas weniger attraktiv werden bzw. dass man sie, sollten sie immer noch da sein, wenhigstens besser entdecken kann.

Gartenarbeit …

… ist wieder nötig.

Nachdem ich hier eine längere Zeit – wegen eines ziemlich hartnäckigen grippalen Infekts – nichts mehr erzählt habe, wird es so langsam wohl wieder Zeit. Und mittlerweile bin ich auch wieder fit genug für … ja eben, Gartenarbeit. Auch wenn es nur leichte ist, so wie gestern, den Rasen mähen. Und das ist, mit unserem „Draufsitzmäher“, ja nun wirklich keine Anstrengung. Zumindest wenn, wie ich es gemacht habe, das abgeschnittene Gras nicht in die Sammelbehälter, die man dann leeren muss, blasen lässt, sondern es einfach so auf dem Rasen lässt – als Dünger. Und zum Leeren der Sammelkörbe fühlte ich ich wirklich noch nicht fit genug. Also habe ich dann nur zwei Studen auf dem Gerät gesessen und bin rundgefahren. Und das war dann auch genug. Ich fühle mich doch noch etwas schlapp auf den Beinen – nach Fieber und ca. 5 Kilo Gewichtsabnahme in 2 Wochen. Und die Verdauung ist immer noch nicht in Ordnung: all die Antibiotika haben die Darmflora wohl nachhaltig in Unordnung gebracht. Na ja, auch das wird bestimmt bald wieder.

Aber das Gute an der Sache: der Rasen sieht nach dem Regen in der letzten Zeit – wir hatten seit Anfang diesen Jahres etwa das Doppelte der normalen Niederschlagsmenge – wieder ganz prima aus und ich habe die Hoffnung, dass – im Gegensatz zu dem, was ich noch vor 3 bis 4 Wochen dachte – ich den Rasen nicht komplett erneuern muss – wovor mir wirklich graute – sondern dass ich damit auskomme, einige Stellen „auszuflicken“. Hoffen wir also, dass Frühjahr und Sommer nicht so heiß und trocken werden wie im vergangenen Jahr. Damals hatten wir um diese Jahreszeit schon fast 100 Grad Fahrenheit [knapp 38 Celsius], und es war auch schon länger trocken. Jetzt muss ich dann bald einmal düngen, und im Übrigen wohl regelmäßig mähen. Aber wie gesagt: mit dem „Draufsitzmäher“ ist das wirklich kein Problem.

Apropos Mähen: es war übrigens das zweite Mal in diesem Jahr, dass der ganze Rasen es nötig hatte. Und jetzt könnte es durchaus ein bis sogar zweil Mal pro Woche nötig werden. Kommt ganz auf den Regen an.

Und dann kommt natürlich das Unkraut beseitigen dazu – aber das eben [denn es geht bei der Größe des Grundstücks gar nicht anders] mit der chemischen Keule. Nicht eben was ich bevorzuge, aber nicht anders machbar.

Buster und die Zeitung

Seit wir wieder eine Tageszeitung [jedenfalls am Wochenende] bekommen, hat Buster auch wieder seine frühere Gewohnheit aufgenommen, gelegentlich die Zeitung an der Straße aufzulesen und zum Haus zu bringen. Nach welchen Kriterien er da vorgeht, d.h. wann er sie bringt und wann nicht, das hat er mir bisher nicht verraten. Und es wird auch wohl weiterhin sein Geheimnis bleiben. Es ist einfach zu unregelmäßig: mal bringt er die Zeitung an allen drei aufeinander folgenden Tagen [freitags, samstags, und sogar die dicke Sonntagsausgabe], manchmal auch gar keine. Wir hattenh schon einmal gedacht, er sieht, wenn der Bote vorbeikommt und sie hinwirft. Aber das kann nicht sein, denn wir haben auch schon gesehen, dass sie da lag, als wir weggefahren sind, ohne sie aufzuheben, und sie war am Haus, als wir zurückkamen. Und er geht auch nicht so einfach ganz ohne Grund bis an die Straße. Da ist er, seit seine Schwester Ruby vor Jahren dort totgefahren worden ist, sehr vorsichtig, um nicht zu sagen scheu. Möglich vielleich, dass er sie riecht? Könnte ja durchaus sein, bei dem extrem guten Geruchssinn von Hunden. Etwas Anderes kann ich mir eigentlich kaum vorstellen.

Am vergangenen Wochenende hat er die Freitagsausgabe richtiggehend apportiert: als ich aus der Hintertür kam, war er da, hatte die Zeitung im Maul und bot sie mir an. Hat natürlich viel Lob und einen Knochen dafür bekommen.

Gestern hat er uns dann, wie früher schon öfters, richtiggehend gefoppt: Es war nirgendwo im Garten rund ums Haus eine Zeitung zu sehen. Also bin ich dann zur Straße getigert, aber da war auch keine. Und trotz (ziemlich) genauen Suchens habe ich keine Zeitung gefunden. Erst am Spätnachmittag hat Mary sie dann entdeckt: schön verbuddelt unter unserem neuesten Weihnachtsbaum, im Vorgarten, unter der Lage Mulch. Sie war wirklich kaum zu sehen. Manchmal früher hatte ich übrigens (fast) das Gefühl, dass es ihm irgendwie diebisch Spaß gemacht hat, wenn er die Zeitung versteckt hatte und wir sie gesucht haben.

Heute muss ihm dann, nachdem er die Zeitung an der Straße aufgelesen hatte, etwas dazwischen gekommen sein, denn halbwegs zwischen Straße und Haus hat er sie einfach mitten im Weg fallen gelassen. Aber wenigstens war sie da deutlich sichtbar.

Und so warte ich dann einmal ab, was er morgen früh anstellt.

LBJ 100 Bicycle Tour

Das war am vergangenen Wochenende, und ich hatte mich eigentlich sehr darauf gefreut, obwohl, zugegebenermaßen, ich bestimmt noch nicht in der richtigen Form für die lange Strecke – das waren immerhin 105 Kilometer – fühlte. Aber die 44 hätte ich mir schon zugetraut. Auch im „Bergischen Land“ von Texas [Hill Country]. Aber dann kam es ganz anders, denn am Morgen [Aufstehen um 5 war ja schon problematisch, denn so früh ist das wirklich nicht mein Ding] war es noch ganz schön kalt und ich war mir unsicher, was ich denn nun anziehen sollte, denn tagsüber, vor allem beim Radeln, würde es mir schon warm werden. Also habe ich ganz normale Klamotten angezogen, und das war radlerisch der Anfang vom Ende, denn am Start hatte ich keine Lust, mich vor aller Augen umzuziehen. Und so habe ich dann einfach im Auto gesessen und gedöst. Eigentlich zu blöd. Also kann ich über die eigentliche Radtour auch nichts schreiben. Nachzulesen gibt’s etwas hier.

Aber ein paar Bemerkungen über das Abendessen am Freitagabend in Fredericksburg habe ich ja dann doch. Im „Auslaender“ waren wir schon im Herbst einmal gewesen, und da hatte es uns gut gefallen. Aber dieses Mal war ich dann doch etwas enttäuscht. Meine Rouladen waren zwar wirklich gut, und die Spätzle und das Sauerkraut auch, wenn auch Letzteres etwas sehr sauer war. Aber bei Craig [Cousin Mark’s Schwiegervater] war das Kasseler [obwohl es anders, nämlich als „pork chops“ auf der Speisekarte stand] nun wirklich kein Kasseler, also kein Kotelett, sondern man hatte ganz gewöhnlichen, leicht geräucherten Schweineschinken genommen, noch dazu zu dünn geschnitten, und in der Pfanne erhitzt, was das Ganze absolut trocken machte. Das habe ich nun wirklich schon besser gesehen. Und auch die Vorspeisen waren in Herbst besser gewesen: reichhaltiger und vor allem warm auf dem Tisch! Na ja, beim nächsten Mal werden wirt dann eben woanders essen, auch wenn ich das wegen der deutschen Biere vom Fass im „Auslaender“ etwas bedaure.

Können Hunde senil werden?

Das frage ich mich mittlerweile tatsächlich, nachdem dem ich Buster – jetzt immerhing schon knapp 11 Jahre alt – vorgestern dabei beobachtet habe, dass er doch tatsächlich dabei war, einen frischen Kuhfladen zu verspeisen! Und nicht nur das, sondern es dauerte auch eine geraume Zeit, bis ich ihn überreden konnte,es doch lieber einmal mit einem Stück (übriggebliebenen) Steak zu versuchen. Seltsam, aber wahr!