Südtexanischer Winter – die Zweite

Auch das – wie gestern und heute – ist südtexanischer Winter: nachts bei sternenklarem Himmel um den Gefrierpunkt oder knapp drunter [heute Morgen hatten wir dünnes Eis draußen auf den Wassernäpfen für die Tiere] und tagsüber um die 10 bis 12 Grad bei blauem, wolkenlosen Himmel und strahlendem Sonnenschein. 10 bis 12 Grad sind übrigens, für zweite Hälfte Februar, leicht unter dem Durchschnitt.

Und dieses Wetter haben wir dann gestern genutzt und – endlich – unseren Weihnachtsbaum eingepflanzt. Wenn es irgend geht, haben wir ja einen „lebendigen“ Weihnachtsbaum. Diesmal hatten wir ihn allerdings nicht drinnen, sondern – dekoriert mit Lichterketten – draußen vor der Veranda. Und wie gesagt, jetzt haben wir ihn eingepflanzt und hoffen, dass er prächtig gedeiht. Das ist hier immer so eine Sache, zum einen mit der Trockenheit, zum anderen mit der Bodenchemie. Gegen die Trockenheit kann man zwar Wässern, aber da muss man bei dem kleiigen Boden hier sehr aufpassen, dass man nicht des Guten zuviel tut, denn das Pflanzloch wirkt wie ein Topf: es hält das Wasser drin, wenn man zuviel wässert, und die Wurzeln verrotten, weil der Baum „nasse Füße“ hat. Und was die Bodenchemie angeht: der Boden ist hier, glaube ich wenigsten, hochgradig alkalisch. Und solange die Pflanzen in ihrem eigenen Ballen und in dem Mutterboden/Kompost des Pflanzlochs wurzeln, geht es gut. Aber danach, wenn sie ihre „Fühler“ – sprich Wurzeln – weiter ausstrecken und in den „normalen“ Boden kommen, gehen sie oft ein. Hoffen wir mal, dass dieser Baum es schafft.

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