chemische Keule

Vorgestern habe ich mal wieder die „chemische Keule“ eingesetzt und all das Unkraut im Garten – es überwuchert hier das Bisschen, was vom Rasen nach dem extrem trockenen Sommer des vergangenen Jahres noch übrig ist – besprüht. Es geht einfach nicht anders: jäten ist bei der Menge des Unkrauts so gut wie unmöglich, und für organische Unkrautvernichter habe ich die Zeit verpasst. Da muss man vor dem Auftreten dran sein, und nicht, wenn man das Unkraut schon wachsen sieht. Das Zeug, das ich gesprüht habe [ein sogenannter „broadleaf killer„], greift übrigens nur Unkraut an, nicht den Rasen. Und es zeigt schon Wirkung. Jetzt hoffe ich, dass ich nicht mehr großflächig sprühen muss, sondern nur noch da, wo Neues wächst bzw. wo ich nicht alles erwischt habe. Und dass ich jetzt auch „pre-emergence“ Unkrautvernichter einsetzen kann, eben für das, was da noch in der Erde ist und bisher nicht zu wachsen angefangen hat. Da kann ich dann nämlich auf Organisches zurückgreifen.

Und dann kommt das große Problem: eigentlich müsste ich wohl den gesamten Rasen killen und neu einsäen. Einerseits waren immer schon große „Löcher“ drin, weil kurz nach dem Einsäen vor zwei Jahren ein kräftiger Regen an einigen Stellen die Saat einfach weggespült hat, und andererseits hat der Rasen durch die extreme Dürre des vergangenen Sommers dann fast überall so gelitten hat, dass jetzt reines Nachsäen wohl nicht mehr hilft. Und außerdem hat eine Art Gras überlebt – woher die ursprünglich kommt, wissen wir nicht – die wir nicht haben wollen. Diese Art wächst sozusagen in „Knubbeln“, was den Boden sehr uneben macht und eben auch neben diesen „Knubbeln“ nackte Erde zum Vorschein kommen lässt. Und darüber hinaus stirbt dieses Gras mehrmals im Jahr ab, was dann hässliche vertrocknete Büschel hinterlässt. Dass diese Büschel dann wieder nachwachsen, hilft da nicht besonders viel: es sieht eben sehr häufig unansehnlich aus. Noch kann ich mich allerdings nicht richtig dazu durchringen, mit einem Unkrautvernichter dranzugehen, der auch den bestehenden Rasen vernichtet, denn wenn ich das einmal getan habe, muss ich ja neu einsäen. Und was das bei insgesamt 1500 Quadratmetern für eine Arbeit ist, weiß ich ja vom letzten Mal nur sehr gut. Es ist nicht das Einsäen selber – das geht schnell – sondern die Vorbereitung: zuerst mehrmals mit der Bodenfräse durchgegen und auflockern, dann alles Unkraut und alle Steine herausharkenund aufsammeln  und schließlich, und das ist ganz schön schwer, alles plan harken. Na ja, noch habe ich ja etwas Zeit, mich zu entscheiden.

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