„aanjekumme“ …

… wie man hier in der Gegend so sagt.

Und die gesamte Reise hier nach Deutschland war trotz – oder wegen – des Pilotenstreiks einfacher als gedacht. Das einzige „Problem“ war die Erreichbarkeit der Lufthansa für die Umbuchung, aber danach ging Alles mehr als glatt. Der Zubringerflug von San Antonio nach Washington ging deutlich später ab als der ursprünglich geplante nach Newark [11:51 statt 08:50]. Daher brauchte ich dann auch nicht zu nachtschlafender Zeit aufzustehen. Und wie immer, wenn ich fliege, waren wir erheblich zu früh am Flughafen. Aber lieber das als Hetzen oder sogar zu spät. Und man weiß ja auch im Vorhinein nicht, wie lange die Schlangen beim Check-in und bei der Sicherheitskontrolle sind. Diesmal jedenfalls waren sie erfreulich kurz.

Ach ja, vertan hatte ich mich zunächst, weil ich noch auf den Flug mit Continental fixiert war. Und so sind wir zuerst zum Terminal 2 gedackelt, wo Continental abfliegt. Aber die hatten mich natürlich nicht „auf der Rechnung“. Und erst da fiel mir wieder ein, dass ich – nach der Umbuchung – ja mit United Airlines fliegen würde. Also ging’s zum Terminal 1. Gott sei Dank ist San Antonio ja kein Riesenflughafen, und so war der Weg nicht so weit.

Nach dem Einchecken hatten wir dann – wie schon gesagt – noch viel Zeit und so gab’s Kaffee [mein üblicher „Cafe Mocha„] und ein Teilchen [da sie mein Lieblingsteilchen – „Oatmeal-Raisin Cookie“ – nicht hatten, habe ich mir „Apple Danish“ ausgesucht und war auch zufrieden damit ] bei Starbucks.

Der Flieger ging dann mit einer halben Stunde Verspätung ab, kam aber mit nur 15 Minuten Verspätung in Washington an. Und da war es nur ein kurzer Weg, da der Flug nach Frankfurt an demselben Terminal [C] abging, an dem der aus San Antonio ankam. Der Flieger nach Frankfurt war außerordentlich pünktlich: er verließ das Gate 2 Minuten vor der geplanten Abflugzeit. Und das war auch gut so, denn wir hatten für einen großen Teil des Fluges Gegenwind und kamen so mit etwa 15 Minuten Verspätung in Frankfurt an. Der Flieger war übrigens nicht ganz ausgebucht und ich hatte Glück, dass der Platz neben mir frei blieb. Der Flug verlief glatt. Der Service bei United war allerdings nicht ganz auf dem Standard, den ich von Lufthansa gewohnt bin. Zum Einen hatte ich beim Abendessen keine Auswahl mehr, weil ihnen eines [Chicken]der beiden Gerichte schon ausgegangen war. War zwar nicht von Bedeutung, da ich ohnehin „Pasta“ – die es noch gab – gewählt hätte, ist mir aber bei Kufthansa noch nie passiert. Und das Frühstück am Morgen war nicht der Rede wert: ein kleines Banana Bread [ziemlich krümelige Angelegenheit] und ein Töpfchen Yoghurt. Da habe ich bei Lufthansa auch schon Besseres bekommen.

In Frankfurt ging dann Alles wirklich schnell. So schnell – ich war in ca. 35 Minuten [normalerweise rechne ich dafür mehr als eine Stunde] am Bahnsteig, obwohl ich ja noch meine „Bordkarte“ für den Zug holen musste – war es noch nie. Ich denke mal, das lag wirklich an den „Nachwehen“ des Pilotenstreiks, dass nämlich am Flughafen (noch) äußerst wenig Betrieb war. Apropos „Bordkarte“: der Mensch am Schalter bei der Lufthansa da war ziemlich muffelig, um das mal so zu sagen. Auch das ist eigentlich sehr selten. Aber meine Bordkarte habe ich bekommen, und den frühen [08:09]  Zug, mit dem ich gar nicht gerechnet hatte, auch.

Und der ICE von Frankfurt nach Siegburg ist ja wirklich schnell: ganze 36 Minuten! Da habe ich noch nicht einmal meinen Platz aufgesucht, sondern bin einfach auf dem Gang im Einstiegsbereich stehen geblieben. Und hier in Siegburg hatte ich dann einen „Chauffeur“, meinen ehemaligen Kollegen Herbert, der mich am Bahnhof in Siegburg abgeholt und hier nach Hersel gekarrt hat.

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Skype & andere Kommunikationsmöglichkeiten

Nicht nur, dass ich über das Internet mit Skype billig [0,17 ct/Min] nach Deutschland telefonieren kann, nein, es macht auch Spaß, direkt von Computer zu Computer zu telefonieren – und das dazu dann auch noch als Videogespräch. Habe ich heute zu ersten Mal ausprobiert und  mit Andreas Butz vom Laufcampus in Euskirchen – wo ich wieder zu einem Leistungstest angemeldet bin – telefoniert. Die Verbindung war zwar nicht Telefonqualität [es gab ein paar Sprachaussetzer und auch das Video war einmal etwas sehr pixelig], aber insgesamt fand ich es richtig gut. Kann ich nur empfehlen. Und ich würde mich riesig freuen, wenn ich das mehr für Gespräche mit Euch, meinen Freunden, nutzen könnte. Klar, Ihr müsstet dazu ein Headset oder eine Webcam haben, aber vielleicht überlegt Ihr es Euch einmal.

Ansonsten habe ich hier auch die Möglichkeit, eine „Billigvorwahl“ anzurufen, Pennytalk. Das muss man sich einmalig anmelden und ein Guthaben einzahlen, und kann dann über sie für 0,2 ct[US]/Min. nach Deutschland anrufen. Allerdings kommt immer eine einmalige Verbindungsbebühr von 0,59 ct[US] dazu. Aber das geht dafür von jedem Telefon aus – auch von einer Telefonzelle. Und sobald das Guthaben unter $2 sinkt, wird es über die Kreditkarte mit einem vorher festgelegten Betrag wieder aufgefüllt. Das ist übrigens bei Skype genauso.

diese „Lufthanseln“

Da hätten mir diese Hanseln von Lufthansa-Piloten doch bald einen Strich durch meine Reisepläne gemacht, mit ihrem Streik. Gestern Mittag bekam ich eine E-Mail von Lufthansa, dass mein Flug Newark-Frankfurt annulliert sei. Aber die anderen Flüge waren es nicht. Also was tun? Einfach von San Antonio nach Newark fliegen, wie gebucht, und darauf hoffen, dass sie mich da schon nicht sitzen lassen werden? Ich habe dann mal die angegebenen Links aufgesucht, für nähere Informationen bzw. meine Buchungsübersicht, aber das half wenig. Es hieß, der Flug Newark-Frankfurt sei „nicht möglich“. Und Lufthansa würde versuchen, mich auf einen anderen Flug umzubuchen – wenn möglich. Aber da stand in meiner Buchungsübersicht ja kein anderer Flug. Es blieb unklar, was ich tun sollte: einfach abwarten, oder Lufthansa anrufen.  Letzteres habe ich dann, weil ich auf Nummer sicher gehen wollte, probiert: gestern insgesamt ca. 3 Stunden lang, mit Nummern in Deutschland und hier in den USA. Aber es war einfach kein Durchkommen. Einmal habe ich fast 40 Minuten mir in der Warteschleife Musik und Werbung angehört, dann aber frustriert aufgegeben. Bei den Nummern in Deutschland kam dazu, dass man nur einmal die Mitteilung bekam, man solle bitte warten, denn man würde gleich mit dem nächsten freien Mitarbeiter verbunden. Da war ich mir gar nicht so sicher, ob das überhaupt der Fall sein würde. Hier in den USA gab es wenigstens immer wieder die Mitteilung, dass sie sich für die Geduld bedankten und einen gleich verbinden würden. Apropos Nummer in Deutschland: es kam auch vor, dass man erst gar nicht in eine Warteschleife kam, sondern gebeten wurde, später noch einmal anzurufen. Das war übrigens besser zu nachtschlafender Zeit [hier ca. 22:00 Uhr = in Deutschland 05:00]. Die Kosten waren übrigens die gleichen: keine! Denn es waren 0800-Nummern. Und mit Skype ist es ja egal, wohin in der Welt ich telefonieren – ob nur zum Nachbarn oder nach Timbuktu, solange es nur ein Festnetzanschluss ist.

Heute Morgen habe ich es dann wieder probiert, weil mir über Nacht klar geworden war, das es wohl wenig Sinn machen würde, nach Newark zu fliegen und dann erst vor Ort eine Umbuchung zu veranlassen. Hätte es da eine Möglichkeit gegeben, so denke ich jedenfalls, hätte man mir das ja bestimmt angeboten. Ich weiß nicht, wie lange ich dann in Newark festgesessen hätte. Also, wie gesagt, habe ich es wieder probiert. In Deutschland waren die Leitungen so überlastet – mal wieder – dass man erst gar nicht in die Warteschleife kam. Also habe ich mal wieder LH-USA angerufen und während sie mich in der Warteschleife hatten, E-Mails und Nachrichten im Internet gelesen. Und dann kam die Überraschung: nach 25 Minuten meldete sich jemand! Ich musste erst mal überlegen, was das jetzt war. Aber dann löste sich Alles in voller Zufriedenheit auf. Eine freundliche junge Dame suchte mir, nachdem ich meinen Buchungscode angegeben hatte, für denselben Tag [Dienstag] eine andere Verbindung. Und so fliege ich jetzt mit United Airlines von San Antonio über Washington nach Frankfurt. Und das Gute an der Sache ist: die Reisezeit ist kürzer, mit weniger Aufenthalt zwischen den Verbindungen. Ich fliege später hier ab und bin doch früher in Frankfurt.

Jetzt warte ich allerdings noch auf die Bestätigung per E-Mail. Mal sehen, wann die eintrifft, cdenn eigentlich sollte sie schon hier sein. Aber in meiner Buchungsübersicht ist die neue Verbindung schon drin. Sollte also eigentlich Alles klappen.

Tora! Tora! Tora!

Jedenfalls klingt es draußen so. Wie die Geräuschkulisse in einem der Filme über den Zweiten Weltkrieg im Pazifik. Na ja, es sind wohl nicht die japanischen Kamikazes, sondern Einheimische. Hier gibt es wohl zwei Flugenthusiasten – oder es sind Flugschüler [ich muss es einmal eruieren] – die sich fast jeden Tag im Luftraum über Karnes County Scheingefechte liefern. So richtige „dog-fights„. Und ich glaube, mit restaurierten Originalmaschinen. Aber auch das muss ich noch einmal genauer rauskriegen. Die Jungs sind jedenfalls mehrere Stunden pro Tag unterwegs und heizen durch den Himmel, was da Zeug hält. Nur das „rat-tat-tat“ der MGs und die Detonation von Bomben bleiben Gott-sei-Dank aus. Ich frage mich immer, wozu das Ganze gut ist. Eigentlich kann ich mir kaum vorstellen, dass hier – so weit ab von Militärbasen – wirklich auf Propellermaschinen geübt wird. Und wenn es wirklich – wie ich andeutungsweise gehört habe – private Enthusiasten sind, dann müssen sie jede Menge Geld haben, um so die Umwelt mit ihren Abgasen versauen zu können, denn diese Maschinen verblasen den Sprit ja nun wirklich in rauhen Mengen.

Südtexanischer Winter – die Zweite

Auch das – wie gestern und heute – ist südtexanischer Winter: nachts bei sternenklarem Himmel um den Gefrierpunkt oder knapp drunter [heute Morgen hatten wir dünnes Eis draußen auf den Wassernäpfen für die Tiere] und tagsüber um die 10 bis 12 Grad bei blauem, wolkenlosen Himmel und strahlendem Sonnenschein. 10 bis 12 Grad sind übrigens, für zweite Hälfte Februar, leicht unter dem Durchschnitt.

Und dieses Wetter haben wir dann gestern genutzt und – endlich – unseren Weihnachtsbaum eingepflanzt. Wenn es irgend geht, haben wir ja einen „lebendigen“ Weihnachtsbaum. Diesmal hatten wir ihn allerdings nicht drinnen, sondern – dekoriert mit Lichterketten – draußen vor der Veranda. Und wie gesagt, jetzt haben wir ihn eingepflanzt und hoffen, dass er prächtig gedeiht. Das ist hier immer so eine Sache, zum einen mit der Trockenheit, zum anderen mit der Bodenchemie. Gegen die Trockenheit kann man zwar Wässern, aber da muss man bei dem kleiigen Boden hier sehr aufpassen, dass man nicht des Guten zuviel tut, denn das Pflanzloch wirkt wie ein Topf: es hält das Wasser drin, wenn man zuviel wässert, und die Wurzeln verrotten, weil der Baum „nasse Füße“ hat. Und was die Bodenchemie angeht: der Boden ist hier, glaube ich wenigsten, hochgradig alkalisch. Und solange die Pflanzen in ihrem eigenen Ballen und in dem Mutterboden/Kompost des Pflanzlochs wurzeln, geht es gut. Aber danach, wenn sie ihre „Fühler“ – sprich Wurzeln – weiter ausstrecken und in den „normalen“ Boden kommen, gehen sie oft ein. Hoffen wir mal, dass dieser Baum es schafft.

Südtexanischen Winter …

… hatten wir jetzt zum zweiten Mal in diesem Jahr. Was hier – immerhin liegen wir südlicher als Kairo – so als Winter angesehen wird.

Haus und Garten im Winter

Haus und Garten tiefverschneit zu Weihnachten 2004/05

Schnee gibt’s nur alle Jubeljahre mal – zum letzten Mal im Winter 2004/5. Da sah es dann – und das auch ausgerechnet noch zu Weihnachten – hier so aus:

Leider blieb die ganze Pracht nicht lange. Schon nach zwei Tagen war es vorbei damit.  Normalerweise ist es eher so wie in diesem Winter: ab und zu kommt mal ein Schwall arktischer Luftmassen von Kanada aus bis hierher und bringt dann durch aus schon einmal ein paar Nachtfröste mit sich [wir hatten vor knapp 14 Tagen mal 3 Nächte mit bis zu minus 10 Grad (Celsius)] und dazu kalten Nordwind. Oder es ist wie jetzt in den vergangenen zwei Tagen: kalt und verregnet, mit Tages- und Nachttemperaturen knapp über dem Gefrierpunkt. Trotzdem: es ist dann richtig unangenehm. Und wir freuen uns über das Feuer im offenen Kamin im Wohnzimmer.

Wie selten Schnee hier ist: vor Weihnachten 2004/05 war es zuletzt im Winter 1983!

Im nördlichen Texas sieht es allerdings ganz anders aus. Im Panhandle fällt durchaus schon mal häufiger Schnee, und im Augenblick ist die Schneefallgrenze etwa bei Dallas-Fort Worth.

Und auch über den Regen können wir uns immer noch freuen – nach den extrem trockenen vergangenen Jahren. Die Talsperren und Seen haben sich zwar deutlich gefüllt, sind aber immer noch bei Weitem nicht voll. Warten wir also mal ab, ob noch mehr kommt.

Felddienstübungen …

… oder auch: schweres Artilleriefeuer im Garten   😉   [Siehe auch mein Posting „schießen gelernt“ vom 23. Januar 2010]

Heute habe ich dann mal wirklich geübt, mit den beiden (Schrot)gewehren umzugehen. Dass unser Freund Mike unsere beiden Gewehre überholt und mir eine kurze Einweisung gegeben hat, wie ich damit umgehe und insbesondere, wie ich sie auseinandernehme, hatte ich ja schon geschrieben. Und heute, als ich bei Cousine Margaret Holz geholt habe und unter dem Stapel Holz Höhlen fand, die bestimmt von Tieren stammten, habe ich mir vorgestellt, dass das im Sommer prima Schlupflöcher für Schlangen sein könnten – schattig und feucht. Und wir haben hier eine Menge Zweige und Äste auf Haufen liegen. Und auch die wären prima Schlupfwinkel für Schlangen. Also habe ich mir gedacht, ich sollte wirklich mal besser mit den Gewehren umzugehen lernen, und ganz besonders mal sehen, ob ich überhaupt treffe, auf was ich ziele, und habe ein paar Schießübungenim Garten veranstaltet.

Und siehe da, es klappt – besser als ich gedacht hatte. Na ja, Schrotflinten streuen ja etwas – und das hilft. Aber im Ernst: auf die kurze Entfernung, die ich nur nötig haben werde, scheine ich zu treffen. Ein paar Zaunpfähle sind jetzt jedenfalls bleigespickt. Und zwei alte Plastikbecher hat’s arg zerrupft. Probleme hatte ich eher mit dem Laden der mehrschüssigen Remington/Browning. Da ging die erste Patrone gut ins Magazin, aber die zweite kam von selbst wieder zurück und schob sich unter die untere Abdeckung – oder wie man das Ding wohl nennt. Jedenfalls das Teil, das später die Patrone in die Kammer (nach)lädt. Und als die Patrone einmal darunter steckte, ging gar nichts mehr. Weder konnte ich sie ins Magazin beförden, noch laden noch auswerfen. Sie blockierte einfach den ganzen Mechanismuns. Und da kam es mir dann zugute, dass Mike mir gezeigt hatte, wie man das Gewehr auseinandernimmt. So konnte ich dann – nach einigen Mühen alle Patronen nach vorne aus dem Magazin schütteln. Jetzt muss ich mal sehen, warum das Problem entstanden ist. Und dann ganz einfach einmal das Laden üben. Und natürlich ist auch Reinigen angesagt. So werde ich dann bei Gelegenheit mal weiter üben.

P.S.: Buster und Sally hatte ich übrigens vorsichtshalber vorher ins Haus gelotst, damit sie von der Knallerei keinen Schrecken bekommen und möglicherweise fortlaufen würden. Das schwere Schrotgewehr macht übrigens wirklich ganz schön Krach. Hätte ich mir so nicht vorgestellt. Und das ist ja doch relativ nahe am Ohr. Jetzt weiß ich auch, warum Sportschützen häufig „Mickymäuse“ tragen. Werde ich wohl auch tun, wenn ich wieder übe. Ein wenig taub war mein rechtes Ohr nämlich schon nach jedem Schuss.

noch’n Stinktier

Buster hat sich schon wieder mit einem Stinktier angelegt. Eigentlich meint er es ja nur gut und will sein Territorium – und hoffentlich auch uns – beschützen, aber … mittlerweile sollte er doch gemerkt haben, dass er danach für mindestens eine Woche „unanriechbar“ ist. Und diesmal hat er das Stinktier zu allem Überfluss auch noch unmittelbar am Haus gestellt, und das heißt, nicht nur er stinkt zum Gotterbarmen, sondern auch die Ecke vom Haus, wo er es gestellt hat. Und dieser Gestank dringt dann auch bis ins Haus. Und leider gibt es kein Gegenmittel. Also müssen wir einfach warten, bis der Gestank von selbst verfliegt.

Wir hatten übrigens mitgekriegt, dass er den Skunk gestellt hatte, aber wir konnten ihn einfach nicht überzeugen, zu uns zu kommen. Und abschießen wollte ich das Stinktier auch nicht – einerseites weil Buster zu nah dran war [Zielen muss ich nämlich noch erst gewaltig üben] und andererseits weil ich genau wusste, dass wir dann den Gestank und den Kadaver direkt am Hause haben würden. Apropos Skunk: möglicherweise hatte es die Tollwut, denn man sagt, sonst kämen sie nicht tagsüber in die Nähe von Tieren oder Menschen. Hoffen wir mal, dass es keine hatte und dass nur Buster das Stinktier gebissen hat [Mary hat nämlich gesehen, dass er es im Maul hatte und geschüttelt hat] und nicht auch umgekehrt. Aber eigentlich ist er ja auch gegen Tollwut geimpft. Aber trotzdem! War übrigens (fast) lustig zu sehen, wie er sich im Gras gewälzt hat und versucht hat, den Gestank loszuwerden.

So, und jetzt wieder zum Superbowl im Fernsehen. Heute ist nämlich das „Endspiel“ im Football zwischen den New Orleans Saints und den Indianapolis Colts – DAS Football Ereignis des Jahres.

chemische Keule

Vorgestern habe ich mal wieder die „chemische Keule“ eingesetzt und all das Unkraut im Garten – es überwuchert hier das Bisschen, was vom Rasen nach dem extrem trockenen Sommer des vergangenen Jahres noch übrig ist – besprüht. Es geht einfach nicht anders: jäten ist bei der Menge des Unkrauts so gut wie unmöglich, und für organische Unkrautvernichter habe ich die Zeit verpasst. Da muss man vor dem Auftreten dran sein, und nicht, wenn man das Unkraut schon wachsen sieht. Das Zeug, das ich gesprüht habe [ein sogenannter „broadleaf killer„], greift übrigens nur Unkraut an, nicht den Rasen. Und es zeigt schon Wirkung. Jetzt hoffe ich, dass ich nicht mehr großflächig sprühen muss, sondern nur noch da, wo Neues wächst bzw. wo ich nicht alles erwischt habe. Und dass ich jetzt auch „pre-emergence“ Unkrautvernichter einsetzen kann, eben für das, was da noch in der Erde ist und bisher nicht zu wachsen angefangen hat. Da kann ich dann nämlich auf Organisches zurückgreifen.

Und dann kommt das große Problem: eigentlich müsste ich wohl den gesamten Rasen killen und neu einsäen. Einerseits waren immer schon große „Löcher“ drin, weil kurz nach dem Einsäen vor zwei Jahren ein kräftiger Regen an einigen Stellen die Saat einfach weggespült hat, und andererseits hat der Rasen durch die extreme Dürre des vergangenen Sommers dann fast überall so gelitten hat, dass jetzt reines Nachsäen wohl nicht mehr hilft. Und außerdem hat eine Art Gras überlebt – woher die ursprünglich kommt, wissen wir nicht – die wir nicht haben wollen. Diese Art wächst sozusagen in „Knubbeln“, was den Boden sehr uneben macht und eben auch neben diesen „Knubbeln“ nackte Erde zum Vorschein kommen lässt. Und darüber hinaus stirbt dieses Gras mehrmals im Jahr ab, was dann hässliche vertrocknete Büschel hinterlässt. Dass diese Büschel dann wieder nachwachsen, hilft da nicht besonders viel: es sieht eben sehr häufig unansehnlich aus. Noch kann ich mich allerdings nicht richtig dazu durchringen, mit einem Unkrautvernichter dranzugehen, der auch den bestehenden Rasen vernichtet, denn wenn ich das einmal getan habe, muss ich ja neu einsäen. Und was das bei insgesamt 1500 Quadratmetern für eine Arbeit ist, weiß ich ja vom letzten Mal nur sehr gut. Es ist nicht das Einsäen selber – das geht schnell – sondern die Vorbereitung: zuerst mehrmals mit der Bodenfräse durchgegen und auflockern, dann alles Unkraut und alle Steine herausharkenund aufsammeln  und schließlich, und das ist ganz schön schwer, alles plan harken. Na ja, noch habe ich ja etwas Zeit, mich zu entscheiden.

newspaper delivery dog

Buster hat wieder seine alte Gewohnheit aufgenommen und bringt – jedenfalls manchmal – die Zeitung von der Straßeneinfahrt [wo der Zusteller, wie das hier so üblich ist, sie hinwirft] zum Haus. Wir sind nicht so ganz sicher, ob wir uns darüber freuen sollen oder nicht, denn er muss da ja ziemlich nahe an den vielbefahrenen Highway. Hoffentlich läuft er nicht auf die Straße. Da ist seine Schwester Ruby ja vor einigen Jahren überfahren worden – und so haben wir verständlicherweise Angst, dass ihm das auch passieren könnte. Eigentlich haben wir allerdings eher den Eindruck, dass er seither den Highway vermeidet und sich mehr auf dem Grundstück hier und den Wiesen und Weiden dahinter herumtreibt.  Und so hoffen wir dann, dass er wirklich nur die Zeitung aufhebt, wo sie liegt. Und das ich schon in der Einfahrt und wenigstens ein paar Meter von der Fahrbahn entfernt.

Wir haben – ich glaube, ich hatte das schon mal hier geschrieben – absolut keine Ahnung, wann bzw. warum er an manchen Tagen die Zeitung bringt und an manchen Tagen nicht. Möglicherweise kriegt er es mit,  dass sie geliefert wird, wenn er gerade zufälligerweise vor dem Hause ist und sieht, wie sie dahin geworfen wird – er „verteidigt“ ja immer sein Territorium, wenn er ein Auto an der Einfahrt sieht. Heute Morgen jedenfalls lag die Zeitung direkt bei den Stufen am Hintereingang des Hauses: richtig praktisch. Und er schien irgendwie  zu wissen, dass er uns damit doch eine Freude macht. Er kam jedenfalls angerannt, sobald ich die Tür aufgemacht hatte, und lief ganz aufgeregt und schwanzwedelnd um mich herum. Und bekam natürlich viel Lob und auch einen leckeren Knochen. Und jetzt liegt er hier neben mir und ruht sich von seinen Anstrengungen aus – ebenso wie Sally.   😉